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Entwickeln, solange das Geld reicht

Für Indiegames ist Crowdfunding eine reizvolle Option. Ohne Publisher im Rücken sind kleine Teams häufig auf ihr Erspartes angewiesen. Neben dem Startkapital ist "die größte Auswirkung die Aufmerksamkeit, die man bekommt", sagt Jon Shafer über seine Erfahrung mit Kickstarter.

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Der Lead-Designer von Civilization V wollte ein eigenes Spiel entwickeln und machte sich mit dem Strategiespiel At The Gates selbstständig. "Aufmerksamkeit ist eine gute Sache, wenn man einem Publikum ein Produkt verkaufen will. Aber es macht es auch schwieriger, wenn man noch versucht herauszufinden, was dieses Produkt sein soll", sagt er.

Nach dem erfolgreichen Start der Kampagne lief bei dem ambitionierten Projekt nicht alles rund. Shafer arbeitete größtenteils allein an At The Gates und isolierte sich zunehmend, erprobte und verwarf Spielmechaniken auf der Suche nach dem, was sein Spiel einmal werden sollte. Die Abstände zwischen den Updates für seine Unterstützer wuchsen in dieser Zeit.

Der zähe Fortschritt führte zwangsläufig zu Geldproblemen. Im Laufe der Entwicklung brauchte Shafer nicht nur das Budget von Kickstarter, sondern auch seine gesamte Altersvorsorge auf. Die Arbeit an At The Gates ganz abzubrechen, kam für ihn trotzdem nie in Frage:

"Weiterzuziehen mag für manche die richtige Entscheidung sein, wenn sie in einer ähnlich schwierigen Situation sind. Für mich hat es sich an keinem Punkt richtig angefühlt."

Nicht alle Fans haben Verständnis

Kickstarter selbst gibt keine Garantie für die Fertigstellung von Projekten. Laut einer Studie der University of Pennsylvania endet knapp jedes zehnte zunächst erfolgreich finanzierte Projekt später als Fehlschlag. Während einige Projekte dem Konflikt mit ihren enttäuschten Unterstützern durch Funkstille ausweichen, gingen Shafer und Miller offen damit um, dass ihre Spiele nicht den nötigen Fortschritt machten.

"Einige Fans und Backer zeigten Verständnis, andere weniger", erinnert sich Miller an die Reaktionen, als er das vorläufige Ende von Dysfunctional Systems verkündete. "Einer hat sogar meine Adresse herausgefunden und mit wütenden Briefen eine Rückerstattung verlangt", sagt er. "Später hat er eine Mail an meinen damaligen Arbeitgeber geschickt und mich auf verschiedene Arten herabgewürdigt."

Die meisten Unterstützer hätten aber auf eine Rückerstattung verzichtet. "Insgesamt haben wir 12 Prozent der von Kickstarter erhaltenen Summe zurückgezahlt", sagt Miller. "Das mag nicht nach viel klingen, aber da unser Budget bereits für Gehälter aufgebraucht war, hat es eine Weile gedauert, das Geld zusammenzukriegen."

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 Kickstarter: Scheitern in aller ÖffentlichkeitAus Fehlern lernen 
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Hotohori 03. Jul 2019

Da Manche ja für lau weiter an dem Projekt arbeiten wollten, gehe ich davon aus, dass man...

Hotohori 03. Jul 2019

Ja, wobei man da selbst halt auch nur grob schätzen kann. Ich hab auch den Eindruck, dass...

Hotohori 03. Jul 2019

Genau das ist eben auch so ein Punkt, Backer sind keine Investoren. Investoren...


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