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Kickstarter: Roboter aus Karton dient als Smartphone-Kameragalgen

Einen robotischen Kran aus Karton hat der Entwickler Ken Ihara konstruiert. Über einen Computer gesteuert kann der Roboter mit einem Greifer einen weichen Gegenstand hochheben oder mit einer einfachen Vorrichtung ein Smartphone halten. Dann wird der Roboterkran zum Kameragalgen.

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Robotischer Pappkran: Kinder für Technik begeistern
Robotischer Pappkran: Kinder für Technik begeistern (Bild: Ken Ihara/Screenshot: Golem.de)

Wer ist noch nicht auf dem Jahrmarkt an einem der Automaten gescheitert, bei dem der Spieler mit einem Greifer nach Plüschtieren angelt. Ken Ihara sollte dieses Problem nicht mehr haben: Er hat einen Roboter entwickelt, der mit einem dreifingrigen Greifer einen weichen Gegenstand wie ein Stofftier packen kann.

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Bei Iharas Cardboard Robot handelt es sich um einen Kran, der über eine USB-Schnittstelle vom Computer aus gesteuert wird. Vorbild seien Industrieroboter. Aber anders als diese sei sein Roboter harmlos, schreibt Ihara: Der knapp 1,7 Meter große Kranausleger besteht aus festem Karton.

Zwei Ausführungen

Den Kran gibt es in zwei Ausführungen: In der einen, dem Crane Kit, hat er einen Greifer mit drei Krallen. Damit kann der Kran einen weichen Gegenstand vom Boden aufheben - einen Socken zum Beispiel oder eben ein Stofftier. Als maximale Zulast empfiehlt Ihara 325 Gramm.

  • Der Ausleger des Cardboard-Roboters ist fast 1,70 Meter groß. (Foto: Ken Ihara)
  • Es gibt ihn mit zwei Aufsätzen: einem Greifer oder einer Smartphone-Halterung. (Foto: Ken Ihara)
  • Der Nutzer schreibt eine Datei mit dem Weg, den der Arm beschreiben soll, und der Controller sorgt für die Ausführung. (Foto: Ken Ihara)
Der Ausleger des Cardboard-Roboters ist fast 1,70 Meter groß. (Foto: Ken Ihara)

In der zweiten Ausführung, Cinematographer Kit genannt, sitzt am Ende des Kranarms eine Halterung, an der ein Smartphone befestigt werden kann. Der Roboterarm wird dann zu einem Kameragalgen, mit dem der Nutzer bei Video- oder Timelapse-Aufnahmen Kamerafahrten oder -schwenks durchführen kann.

Datei mit Anweisungen

Die Steuerung des Krans erfolgt über den Computer: Der Nutzer legt eine Datei mit einem Weg an, den der Arm beschreiben soll. Das geht beispielsweise in einem Programm wie Excel - derzeit allerdings nur von einem Windows-Computer aus. Darin wird die Bewegung des Arms sowie die Geschwindigkeit der Motoren festgelegt. Die Daten werden an einen von Ihara entwickelten Controller weitergegeben, der die Motoren entsprechend steuert.

Das Design des Krans ebenso wie das der Schaltkreise und die Software sind Open Source. Ihara möchte, dass interessierte Nutzer diese überarbeiten, um den Cardboard Robot zu verbessern. Mit diesem möchte der Entwickler das Interesse seines Sohnes und das anderer Kinder in aller Welt für Informatik und Ingenieurswissenschaften wecken. Es sollen möglichst viele daran mitarbeiten, um den Roboter immer weiter zu verbessern.

Mehr als 20 Teile

Ihara hat das Projekt bei Kickstarter eingestellt. Er möchte darüber bis zum 20. August 2012 Spenden in Höhe von 10.000 US-Dollar sammeln. Das Geld brauche er, um die Werkzeuge zu bezahlen, mit denen er die über 20 Teile aus Karton, Holz und Kunststoff herstellt, aus denen der Kran besteht.

Den Plan in Originalgröße als PDF zum Ausdrucken erhält, wer 20 US-Dollar spendet. Für 60 US-Dollar ist der Controller, für 115 US-Dollar sind auch die Motoren dabei. Für 175 US-Dollar gibt es einen kompletten Kran mit Greifer oder Smartphone-Halterung. Für 50 US-Dollar mehr gibt es beide Aufsätze. Ihara hat zugesagt, für jede eingenommenen 3.000 US-Dollar einer US-Schule einen kompletten Cardboard-Robot-Bausatz zu stiften.



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dreamtide11 10. Jul 2012

Ich kann dich verstehen, habe auch selbst mal ähnlich gedacht. Es kommt ja sogar noch...

Sermon 09. Jul 2012

Damals gab es noch das Unterrichtsfach: "Werksunterricht" in dem praktische Fähigkeiten...


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