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Kickstarter: Platinen wie gedruckt

Einfache elektronische Schaltungen aus dem Tintenstrahldrucker - das will ein neues Kickstarter-Projekt erreichen. Die Idee der leitfähigen Tinte ist zwar nicht neu, der Ansatz als Bildungsgerät aber schon.

Artikel veröffentlicht am ,
Links Platine aus Kunststoff, rechts auf Papier gedruckt
Links Platine aus Kunststoff, rechts auf Papier gedruckt (Bild: Agic/Kickstarter)

Das japanische Unternehmen Agic hat ein Kickstarter-Projekt gestartet, um Tintendrucker so umzubauen, dass man damit einfache Schaltungen auf Papier erstellen kann. Die Idee existiert schon seit vielen Jahren und wurde in manchen Elektronikforen diskutiert und von manchen Bastlern auch umgesetzt. Agic will aber ein komplettes System aus Drucker, Tinte und Spezialpapier schaffen und somit langfristigen Nachschub sichern. Und offenbar auch Umsatz, wie es dem Geschäftsmodell von Druckern entspricht.

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Kern des Systems namens "Agic Print" ist eine Tinte mit Silberpartikeln, welche der Forscher Yoshihiro Kawahara von der Universität Tokio entwickelt hat. Er stellte seine Erfindung bereits 2013 in einer wissenschaftlichen Arbeit vor. Kawahara arbeitet inzwischen als technischer Berater für Agic.

Seine Tinte lässt sich nicht nur durch die feinen Düsen eines Tintenstrahlgeräts pressen, sie ist anscheinend auch ohne die bei diesen Geräten meist nötige Erwärmung flussfähig. So bietet Agic als kleinstes System auch einen Stift an, mit dem Leiterbahnen gemalt werden können. Es ist für 19 US-Dollar erhältlich. Den vollständigen Drucker gibt es allerdings erst für eine Zusage von 499 US-Dollar. Für 299 US-Dollar ist ein Umrüstsatz für einen schon vorhandenen Drucker erhältlich. Für welche Modelle er funktioniert, gibt Agic allerdings noch nicht an.

Wie stets bei Kickstarter-Projekten werden die Beträge erst fällig, wenn das Finanzierungsziel erreicht ist. Es liegt bei lediglich 30.000 US-Dollar, knapp zwei Drittel davon kamen in den ersten beiden Tagen der Kampagne schon zusammen, sie läuft noch 28 Tage lang. Die erweiterten Ziele liegen bei 100.000 und 300.000 US-Dollar. Werden sie erreicht, soll es doppelseitige Papierplatinen mit durchgeführten Kontakten und eine isolierende Beschichtung geben.

Agic sieht sein System nicht nur als für Elektronikbastler geeignet an. Darauf deuten die "Classroom Kits" hin, die es für 170 US-Dollar gibt. Sie enthalten zehn Stifte mit der leitfähigen Tinte, 20 Seiten Spezialpapier und 100 LEDs sowie 10 Knopfzellen, mit denen man kleine Schaltungen bauen kann. Aber auch professionellere Anwendungen hat das Unternehmen im Sinne, beispielsweise das schnelle Erstellen von Prototypen: Das Layout einer Platine, die später auf Kunststoff gefertigt und belichtet sowie geätzt werden soll, kann gleich als Papier ausprobiert werden. Gegenüber dem üblichen Verfahren mit Lochrasterplatinen kann das durchaus einen Zeitvorteil bringen - falls die Leiterbahnen so fein wie auf Substraten üblich sein können, bisher sehen die Verbindungen recht dick aus.



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daydreamer42 05. Mär 2014

Platinen brennen nämlich nicht, während Papier schon bei relativ niedrigen Temperaturen...

Everesto 04. Mär 2014

der Preis ist gut, keine Frage - aber das Angebot hat auch ein paar Nachteile: * die im...

ploedman 04. Mär 2014

this

Pwnie2012 04. Mär 2014

dann könnte man gleich tonertransfer anwenden :P

Lala Satalin... 04. Mär 2014

Finde ich auch. Jedoch mache ich mir etwas Sorgen über die Leitfähigkeit. Gerade für...


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