Kreative Idee testen

So sei das ganze Projekt auch entstanden: Vor einigen Jahren habe Perry Chen, einer der Kickstarter-Gründer, in New Orleans ein Konzert am Rande des Jazzfestivals organisieren wollen. Das habe sich aber nicht umsetzen lassen, weil Chen das finanzielle Risiko nicht eingehen wollte, ohne zu wissen, ob genügend Zuschauer kommen würden. Wie, so habe er sich gefragt, lässt sich eine kreative Idee am besten testen?

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Kickstarter biete dem Kreativen die Möglichkeit, dem Publikum sein Projekt vorzustellen, bevor er damit angefangen habe. Das Publikum bestelle dann den Film vor dem Start der Dreharbeiten, eine CD, bevor der Musiker ins Studio gehe, oder eben - in den Kategorien Design oder Technik - einen Prototyp, bevor dieser hergestellt sei. In diesem Sinne gehöre Vorbestellen zum Kern von Kickstarter, sagt Kazmark.

Über 17.000 erfolgreiche Projekte

Dieses Konzept der Vorfinanzierung scheint aufzugehen. Mehr als 17.000 Projekte wurden laut Kazmer erfolgreich finanziert. Pro Woche sagten Nutzer 2 Millionen US-Dollar zu, insgesamt wurden mehr als 150 Millionen US-Dollar aufgebracht.

Entsprechend entwickelt das Angebot auch eine wachsende Eigendynamik. Immer mehr Kreative aus den unterschiedlichsten Bereichen kämen zu Kickstarter, um ihre Projekte in Gang zu bekommen. Und das nicht nur, weil sie dort Geld für Projekte bekommen können, die sich auf traditionelle Weise - über einen Kredit oder den Verkauf an ein Unternehmen - nicht finanzieren lassen.

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"Bei Kickstarter gehört das Projekt komplett dem Schöpfer. Er will die 100-prozentige kreative Kontrolle darüber behalten", sagt Kazmark. Die Mittelsmänner, die sonst daran beteiligt seien, fielen hier weg. Gleichzeitig sei er ganz nah an seinem Publikum, von dem er unmittelbar eine Rückmeldung bekomme.

Tim Schafers Projekt etwa stelle einen großen Gewinn für Spieleenthusiasten dar. "Fans seiner Arbeit kommen jetzt ganz nahe an die Entwicklung heran. Sie bekommen einen unmittelbaren Einblick in den kreativen Prozess." Das bringe Schafer und sein Publikum ganz nah zusammen, wovon beide profitierten.

Ziel und Frist erreichen

Das Geld bekommen Schafer und die andern kreativen Köpfe übrigens nur, wenn das Spendenziel erreicht ist, und erst dann, wenn die Frist für die Aktion abgelaufen ist. Bis dahin sagen die Nutzer lediglich einen bestimmten Geldbetrag zu. Ist zum Stichtag die angestrebte Summe erreicht, wird die Spende, die die Nutzer zugesagt haben, fällig. Deshalb verloren auch die Unterstützer der Kameradrohne Eye3 kürzlich kein Geld, als diese wegen Plagiatsvorwürfen vorzeitig aus Kickstarter entfernt wurde.

Der Organisator der Spendenaktion dürfe sich das Geld, das er über das angestrebte Spendenziel hinaus eingenommen hat, aber nicht einfach als Gewinn in die Tasche stecken, sondern müsse es für das Projekt verwenden, sagt Kazmark. Schafer etwa wollte ursprünglich 400.000 US-Dollar einwerben. Inzwischen wurden aber über 2 Millionen US-Dollar zugesagt. Der Spieleentwickler will dafür Double Fine Adventure, das ursprünglich nur für Windows gedacht war, für weitere Plattformen bereitstellen, darunter für Mac OS, Linux sowie für verschiedene mobile Android- und iOS-Geräte.

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 Kickstarter: Idee sucht Käufer
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RobertSchmidt 28. Feb 2012

Ein anderes Beispiel für CrowdFunding findet man auf http://www.wmdportal.com/. Die...

tribal-sunrise 24. Feb 2012

Wenn es zu keinem Ergebnis kommt wird auch das Geld nicht abgebucht - also stellt auch...

menfisher 24. Feb 2012

ich kenne noch www.visionbakery.de

samy 23. Feb 2012

Glaube ich nicht. Ich hab schon mehr als 10 CDs und vieles andere bei ebay verkauft...



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