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Kickstarter Deutschland: Bio-Wodka, Minecraft-Mod, Noki-Türschloss und Uwe Boll

Jetzt können auch deutsche Erfinder, Entwickler und Startups den Schwarm um finanzielle Unterstützung für ihre Projekte auf Kickstarter bitten. Golem.de hat sich umgesehen und stellt originelle, interessante und schräge Kampagnen vor.

Artikel von und veröffentlicht am
Das Tal auf Kickstarter
Das Tal auf Kickstarter (Bild: Fairytale Distillery)

Seit dem 12. Mai 2015 können deutsche Erfinder und Entwickler ihre Projekte direkt auf Kickstarter vorstellen - bislang war das nur über Umwege in den USA möglich. Gleich nach dem Start gibt es eine Vielzahl von teils spannenden Ideen auf der Plattform. Eine Reihe davon ist sogar schon vollständig finanziert, zahlreiche andere stehen kurz davor. Golem.de hat sich auf der Plattform umgesehen.

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Der mit Abstand bekannteste Kickstarter-Initiator ist der für seine legendär schlechten Computerspiel-Verfilmungen bekannte Regisseur Uwe Boll. Er will von der Community mindestens 50.000 Euro, um einen Streifen namens Rampage 3: No Mercy zu drehen. Boll wendet sich über Kickstarter an seine Fans, weil "Rampage 2 so oft illegal downgeloaded wurde, dass es schwer ist, mit einem sich stetig verkleinernden DVD Markt Rampage 3 zu finanzieren", so der Kampagnentext.

Für Fans von Computerspielen vermutlich schon deutlich interessanter ist ein Sandbox-MMORPG namens Das Tal, für das das Münchner Entwicklerstudio Fairytale Distillery mindestens 50.000 Euro wünscht. Es soll für Windows-PC, Linux und Mac OS erscheinen und schickt Spieler in eine eher düstere Fantasywelt. Das Team arbeitet seit 2012 an dem ambitionierten Projekt und hat bereits viel eigenes Geld investiert. Die Alpha-Phase soll im September 2015 beginnen, die Veröffentlichung des fertigen Spiels ist für Mitte 2016 geplant.

Einen echten Schatz hat Oak Island im Angebot: Das Point-and-Click-Adventure des Kölner Entwicklerstudios Visionaire schickt Spieler auf die Suche nach einem mysteriösen Goldschatz, der irgendwo in Kanada versteckt sein soll, und den Schatzjäger seit Ende des 18. Jahrhunderts suchen. Dabei sollen Spieler drei Charaktere steuern können. Mindestens 15.000 Euro sollen dafür gesammelt werden. Oak Island soll im September 2016 für Windows-PC, Linux, Mac OS und Android erscheinen - ohne DRM.

Eine Computerspiel-Kampagne der ganz anderen Art verbirgt sich hinter Crysis: Analog Edition. Dabei geht es um ein Brettspiel auf Basis der Actionserie von Crytek, für das die Macher - die Firma Frame 6 stammt aus Düsseldorf und wurde unter anderem von Ex-Blue-Byte-Mitarbeitern gegründet - immerhin 85.000 Euro benötigen; der bisherige Zuspruch deutet aber darauf hin, dass dieses Ziel erreicht werden dürfte. Das Projekt macht einen aufwendigen Eindruck, unter anderem enthält die fertige Schachtel viele Karten und Miniaturfiguren.

Eine Nummer kleiner ist ein bereits fertig finanziertes Projekt namens Minecraft Replay Mod. Allerdings wollten die Macher, zwei Hobbyentwickler aus Stuttgart, auch nur 1.000 US-Dollar, und das für den Betrieb von Community-Servern, auf denen ihre Replay-Dateien abgespielt werden. Die Mod ist ein schönes Beispiel, dass sich auch kleine und interessante Ideen über Kickstarter umsetzen lassen.

Erfolgreich gestartet ist auch das auf der Cebit vorgestellte intelligente Türschloss Noki. Damit lässt sich ein herkömmliches Haustürschloss mit einer fernsteuerbaren Türöffnungsfunktion versehen. Das verantwortliche Startup aus Graz in Österreich hat bereits nach einem Tag das Finanzierungsziel von 125.000 Euro erreicht, die Kampagne läuft noch 43 Tage. Der Aufsatz soll auf typische europäische Schließzylinder aufgesetzt werden können, es sind also keine großen Umbauten an der Haustür erforderlich.

Nach der Installation von Noki öffnet sich die Tür automatisch, wenn sich der Haus- oder Wohnungsbesitzer nähert. Umgekehrt verschließt sich die Tür selbsttätig, wenn die eigenen vier Wände verlassen werden. Bisherige Schlüssel könnten parallel weiter verwendet werden, verspricht der Hersteller. Noki soll im Dezember 2015 auf den Markt kommen und ab einem Preis von 150 Euro zu haben sein. Zusammen mit einem WLAN-Modul kostet es dann 230 Euro. Auf Kickstarter kann das Schloss zum Vorzugspreis bestellt werden.

  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-App (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-App (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
  • Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)
Noki-Türschloss-Aufsatz (Bild: Noki Home Solutions)

Überhaupt lassen sich auf Kickstarter Projekte aller Art umsetzen - wobei der Erfolg wie immer bei Crowdfunding-Kampagnen nicht garantiert ist. So hat eine Kampagne über den organisch produzierten Bio-Wodka Vodrock von einer kleinen Manufaktur aus Bayern bis zum Redaktionsschluss gerade einmal sieben Unterstützer gefunden. Das könnte aber einen einfachen Grund haben: Anders als sonst üblich auf Kickstarter gibt es das Produkt in diesem Fall nicht als Reward - die Richtlinien von Kickstarter untersagen dies bei alkoholischen Getränken.

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FreiGeistler 26. Mai 2015

Oder manch sind auch einfach nur nicht/Miss- Informiert und reimen sich etwas zusammen...

FreiGeistler 26. Mai 2015

Für ein Physisches Schloss einen Digitalen Zugang... Die einzigen sicheren Digitalen...

Dwalinn 15. Mai 2015

Würde den Unterhosenwichteln sicherlich gefallen

zork0815 15. Mai 2015

Uwe Boll hat doch Recht! Er spricht es wenigstens aus.

Eheran 14. Mai 2015

Musst du doch im dem Fall exakt genau so. Des weiteren halte ich es für nicht möglich...


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