Kicksat: Minisatelliten drohen zu verglühen

Ein technischer Fehler gefährdet das Kicksat-Projekt: Der Mikrocontroller des Transportsatelliten hat sich und damit den Countdown für das Aussetzen der Minisatelliten in die Erdumlaufbahn zurückgesetzt. Die Organisatoren befürchten, dass der Transportsatellit verglüht, bevor er seine Fracht freigibt.

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Kicksat: 8 Volt für den Funk
Kicksat: 8 Volt für den Funk (Bild: Kicksat/Screenshot: Golem.de)

Die handtellergroßen Minisatelliten Sprite werden wahrscheinlich nicht in die Erdumlaufbahn ausgesetzt. Stattdessen werden sie voraussichtlich zusammen mit ihrem Transportgehäuse, einem Cubesat, beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Grund sei eine technische Fehlfunktion, sagt Zachary Manchester, der Organisator des Satellitenprojekts Kicksat.

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Der Mikrocontroller, der das ganze System steuere, habe sich am Morgen des 30. April zurückgesetzt, schreibt Manchester. Grund dafür sei mutmaßlich die Strahlung.

Countdown neu gestartet

Dadurch sei auch die Uhr, die das Aussetzen der Minisatelliten steuert, zurückgesetzt worden. Der Countdown sei daher neu gestartet worden. Das bedeute, dass die Sprites am 16. Mai freigesetzt werden. Bis dahin sei der Cubesat aber mutmaßlich bereits in die Erdatmosphäre eingetreten und verglüht. Planmäßig hätten die Minisatelliten am 4. Mai ausgesetzt werden sollen.

Das Aussetzen von der Erde aus per Funk zu veranlassen, sei derzeit nicht möglich, weil die Spannung der Cubesat-Akkus derzeit bei etwa 6,5 Volt liege. Das Funksystem brauche aber 8 Volt. Dass die Akkus dieses Niveau rechtzeitig erreichten, sei fraglich, aber nicht aussichtslos, sagt Manchester. Außerdem bestehe eine geringe Chance, dass das System bis zum 16. Mai doch in der Erdumlaufbahn bleibe.

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Manchester hatte Kicksat zusammen mit Kollegen von der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York 2011 initiiert. Ziel war, Raumschiffe zu entwickeln und ins All zu schießen, die sich jedermann leisten kann. Finanziert wurde das Projekt über eine Kickstarter-Kampagne.

Ein Sprite besteht aus einem quadratischen Siliziumchip mit einer Kantenlänge von 3,5 Zentimetern. Auf dem Chip sitzen ein Mikrocontroller, Solarzellen für die Energieversorgung, ein Sensorchip sowie ein Funkmodul und zwei Antennen für die Kommunikation.

Sekundärnutzlast der Dragon

Ins All sind die Sprites in einem Cubesat3 transportiert worden. Das ist ein 30 x 10 x 10 cm großer Kleinsatellit, der als Sekundärnutzlast auf der Raumfähre Dragon mitgeflogen ist. Die Dragon ist am 18. April zur dritten regulären Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) gestartet.

Zu den über 2 Tonnen an Versorgungsgütern, die die Raumfähre des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX zur ISS mitgenommen hat, gehören unter anderem ein Weltraumgewächshaus, mit dem getestet werden soll, ob Pflanzen in weitgehender Schwerelosigkeit gedeihen, und das High Definition Earth Viewing Experiment (HDEV). Das ist ein System aus vier Videokameras, die die Erde aufnehmen. Nutzer können über das Internet die Erde live aus der Perspektive der ISS betrachten.

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Bujin 09. Mai 2014

Viele Raketen werden mit flüssigem Wasserstoff / Sauerstoff betrieben. Die bilden schöne...

FreiGeistler 07. Mai 2014

Dochdoch, das hat schon seinen Sinn. z.B. zur Wetterbeobachtung, Messungen des...

tingelchen 06. Mai 2014

Mal abgesehen davon, das man die Links im Artikel auch hätte anklicken können, was man...

tingelchen 06. Mai 2014

Der Strahlungsschutz wäre sicher eine gute Idee gewesen. Ist ja schließlich nicht so als...

thomas@bertolf... 06. Mai 2014

Für mich ist diese Aktion nicht der letzte Schrei.. ein klassischer Amateurfunksatellit...



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