VW stattet den ID.Buzz mit einem 210-kW-Motor aus , der inzwischen zur MEB-Plattform gehört. Damit beschleunigt der ID.Buzz in 7,3 Sekunden von null auf 100 km/h.
Das ist mit dem PV5 nicht möglich. Zwar wiegt der Kia-Bus mit 2.215 kg rund 350 kg weniger als der ID.Buzz. Doch dem Frontmotor mit 120 kW geht bei höheren Geschwindigkeiten die Puste aus. Dabei ist man mit dem PV5 in der Stadt durchaus agil unterwegs, da der PV5 in weniger als vier Sekunden von null auf 50 km/h sprintet. Es dauert aber rund 10 Sekunden, bis die 100 km/h erreicht sind. Kurze und schnelle Überholvorgänge auf der Landstraße sind damit eher nicht möglich. Der Kleinbus wird bei 135 km/h abgeregelt.
Der Innenraum ist optisch nicht gerade ein Schmuckstück. Die Oberflächen aus Kunststoff wirken ebenso praktisch wie der Rest des Fahrzeugs und versprühen den Charme eines Warteraums im Einwohnermeldeamt. Das Fahrerdisplay mit 7,5 Zoll Diagonale liefert die wichtigsten Fahrzeugdaten wie Geschwindigkeit, Ladezustand, Reichweite und Verbrauch. Ein Head-up-Display ist nicht bestellbar. Das serienmäßige Navigations- und Infotainmentsystem basiert auf Android Automotive OS (AAOS) und ermöglicht Updates aus der Ferne.
Bild 1/51: Der Kia PV5 ist ein vollelektrischer Kleinbus mit vielen praktischen Eigenschaften. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 2/51: Die kantige Form wirkt nicht gerade schick, ermöglicht aber einen großen Stauraum. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 3/51: Der PV5 ist 4,7 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,92 Meter hoch. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 4/51: Die markanten Scheinwerfer leuchten in der Dunkelheit wie das Geweih eines Hirsches. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 5/51: Neben der Passagierversion bietet Kia drei Transporterversionen an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 6/51: Durch die großen Außenspiegel liegt die Gesamtbreite bei 2,26 m. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 7/51: Aus dem Fahrzeuginneren wirken die Spiegel fast wie bei einem Lkw. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 8/51: Die Kameras am Außenspiegel ermöglichen die Rundumsichtkamera und den Totwinkelassistenten mit Monitoranzeige. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/51: Unter der Fronthaube befindet sich der Motor, aber kein Stauraum. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/51: Der Stauraum hinter der zweiten Sitzreihe ist mit 1.330 Litern beim PV5 recht groß. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/51: Unter den drei Kofferraumabdeckungen befindet sich ebenfalls Platz für Gegenstände. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/51: Neben dem Ladekabel lässt sich noch Werkzeug ... (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/51: ... oder anderes Zubehör unterbringen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/51: Die bewegliche Laderaumabdeckung lässt sich wie üblich komplett entfernen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/51: Mit umgeklappter zweiter Sitzreihe steigt das Laderaumvolumen auf beachtliche 3.615 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/51: Der Abstand zwischen den Radkästen ist rund 1,2 m groß. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 17/51: In den Laderaum passen viele Kisten und Kartons. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 18/51: Vor und auf den umgeklappten Sitzen lässt sich ebenfalls viel unterbringen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 19/51: Praktischer wäre es, das Fahrrad auf einem Fahrradträger für bis zu 150 kg Stützlast zu transportieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 20/51: Mit den kleinen Knöpfen lassen sich die Schiebetüren elektrisch öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/51: Zudem bietet Kia eine smarte Öffnung von Heckklappe und Schiebetüren an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/51: Gegen Aufpreis verfügen die Schiebetüren über Schiebefenster. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/51: Anders lassen sich die hinteren Fenster nicht öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/51: Die zweite Sitzreihe bietet reichlich Platz für drei Passagiere. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/51: Die Sitze sind fest montiert und lassen sich nicht verschieben. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/51: Kopf- und Beinfreiheit sind groß. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 27/51: Die beiden äußeren Sitze der zweiten Reihe sind beheizbar. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 28/51: Der Innenraum und das Armaturenbrett wirken spartanisch und vom Material her nicht sehr hochwertig. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 29/51: Der 12,9 Zoll große Zentralbildschirm gehört zur Serienausstattung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/51: Es gibt in der Mittelkonsole keine physischen Schalter für die Klimatisierung, aber Taster für die Türen und die Parkfunktionen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/51: Wo immer es geht, hat Kia beim PV5 noch Stauraum untergebracht. Darüber ist eine induktive Lademöglichkeit für Handys. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/51: In der Mittelkonsole gibt es Becherhalter. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 33/51: Die 230-Steckdose können Passagiere in der ersten und der zweiten Reihe nutzen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 34/51: Selbst im Armaturenbrett gibt es im PV5 noch einen Stauraum. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 35/51: Der große Handgriff an der A-Säule erleichtert das Einsteigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/51: In der Ausstattungsvariante Elite gibt es elektrisch anklappbare Außenspiegel. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 37/51: Die Türöffner sehen eher robust als filigran aus. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 38/51: In der Ausstattungsvariante Elite sind Fahrer- und Beifahrersitz elektrisch einstellbar. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 39/51: Kia setzt bei den Lenkradbedienfeldern weiter auf haptische Elemente. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 40/51: Auf beiden Bedienfeldern befinden sich jeweils eine Wippe und eine Drehwalze. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 41/51: Der Fahrmodus lässt sich unten am Lenkrad einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 42/51: Der Startknopf ist in den Fahrwahlhebel integriert. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 43/51: Die Kameraansichten erleichtern das Einparken. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 44/51: Das Fahrerdisplay ist recht klein. Davor befinden sich die Kameras zur Aufmerksamkeitsüberwachung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 45/51: Kurz vor dem Berliner Schloss Charlottenburg erhielten wir diesen verwirrenden Hinweis. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 46/51: Die maximale Ladeleistung beträgt 150 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 47/51: Die Reichweite nach WLTP liegt bei 412 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 48/51: Bei höheren Geschwindigkeiten verbraucht der PV5 viel Strom. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 49/51: Die Ladestände bei Zwischenstopps oder bei Zielankunft lassen sich flexibel einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 50/51: Das gilt auch für die maximale Akkukapazität bei Ladevorgängen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 51/51: Auch für V2L gibt es Einstellungen, damit externe Geräte den Akku nicht zu sehr leeren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Der berührungsempfindliche Zentralbildschirm hat ebenso wie beim ID.Buzz eine Diagonale von 12,9 Zoll. Eine zusätzliche Bedienleiste für die Klimaeinstellungen gibt es nicht. Stattdessen finden sich in der Mittelkonsole noch Tasten für das elektrische Öffnen der Schiebetüren und der Heckklappe sowie für das Aktivieren von Parkfunktionen.
Gute Spracherkennung, Schwächen bei den Verkehrszeichen
Die darunter befindliche USB-C-Buchse liefert bis zu 100 Watt. Das induktive Aufladen des Handys über den Qi-Standard funktionierte nicht bei allen von uns genutzten Geräten. Ab der Ausstattungslinie Plus gibt es am hinteren Ende der Mittelkonsole eine 230-Volt-Steckdose. Zusätzlich verfügt der PV5 über eine etwas kuriose Ablage oberhalb des Armaturenbretts. Sie ist recht klein, verfügt aber über eine USB-Buchse, so dass ein Tablet oder Smartphone dort geladen werden könnte.
Die Spracherkennung des Infotainmentsystems hat gut funktioniert. Das lässt sich von der Verkehrszeichenerkennung nicht unbedingt behaupten. Vor allem zeitlich eingeschränkte Tempolimits wurden meist nicht richtig übernommen. Der vorgeschriebene Tempolimitwarner lässt sich durch ein längeres Drücken der Lautstärketaste deaktivieren. Das führte jedoch häufig dazu, dass sich die ausgeschalteten Medien wie Radio oder Spotify wieder einschalteten. Sinnvoller ist es daher, die Favoritentaste auf dem rechten Bedienfeld des Lenkrades dafür zu nutzen.
Allerdings findet der PV5 auch ohne den Tempolimitwarner noch genügend Anlässe zum Piepsen. In der 826-seitigen Bedienungsanleitung(öffnet im neuen Fenster) (PDF) taucht der Begriff Warnton mehr als 100-mal auf. Die Aufmerksamkeitserkennung ist sehr aufmerksam und trägt entsprechend häufig zu Warnungen bei.
Das Navigationssystem funktioniert zuverlässig, leidet aber unter einer Art annuntiatio praecox.