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Nicht sonderlich sportlich, aber komfortabel

Unser Testmodell hat Vorderradantrieb und liefert 160 kW; alternativ gibt es eine Allradversion mit 195 kW. Mit den 160 kW und einem Gewicht von über 2.150 kg ist der EV5 kein besonders sportliches Auto – wenngleich Beschleunigung und Reaktion im Sportmodus merklich flotter sind. Aber auch im Normalmodus kommt der EV5 gut von der Ampel weg.

Die Zeit, um von null auf 100 km/h zu beschleunigen, gibt Kia mit 8,4 Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h; auch bei diesem Tempo liegt der EV5 gut auf der Straße. Bei stärkeren Lenkbewegungen schwankt der Wagen bauartbedingt natürlich etwas, er ist mit 1.675 mm kein niedriges Fahrzeug.

Die fehlende Sportlichkeit macht der EV5 durch einen hohen Fahrkomfort wett – darauf ist das Fahrzeug klar ausgelegt. Die Federung schluckt Unebenheiten gut weg, der Innenraum ist gut vor Lärm von außen geschützt. Auch bei hohen Geschwindigkeiten und Wind sind Windgeräusche zwar wahrnehmbar, aber absolut im Rahmen. Unsere Langstrecke mit um die 680 km in einer Richtung empfanden wir auch aufgrund des Fahrkomforts als kaum ermüdend.

Fahrassistent arbeitet wie gewohnt gut

Dazu trägt auch Kias guter Fahrassistent bei. Er hält den EV5 in der Spur. Auch an Baustellen lässt sich der Assistent nur dann verwirren, wenn die Markierungen sehr abenteuerlich sind. Nutzen können wir ihn bis Tempo 160, wenngleich wir dann eher mal eingreifen müssen als bei niedrigeren Geschwindigkeiten; in den Kurven ist der Wagen dann mitunter nicht mehr ganz stabil.

Wie die Fahrassistenten anderer Hersteller kommt auch der von Kia mit zeitlich begrenzten Tempolimits nicht gut zurecht. Bei Regen herabgesetzte maximale Geschwindigkeiten ignoriert das System aber bei schönem Wetter. Was uns auch beim Fahrassistenten des EV5 gut gefällt: Wir können im Menü einstellen, wie schnell der Assistent nach dem Abbremsen wieder beschleunigt. Wir mögen es zügig, was problemlos eingestellt werden kann.

Der von uns getestete EV5 hat das optionale Drive-Wise-Paket, in dem neben einem aktiven Totwinkelwarner samt Kameraeinblendungen des toten Winkels auch der automatische Parkassistent enthalten ist. Er sucht auf Knopfdruck nach passenden Parklücken und parkt dann selbstständig ein – sowohl in Parkbuchten als auch parallel zur Straße.

Allerdings funktionierte das in unserem Test nicht, wenn wir den Parkvorgang von innen aus steuern wollten. Wir sind uns nicht sicher, ob wir etwas falsch gemacht haben – eigentlich aber nicht. Die gleiche Funktion hatten wir beim EV6 bereits erfolgreich getestet. Problemlos parkte der EV5 allerdings ein, wenn wir die Parkautomatik aufriefen, ausstiegen und den Parkvorgang über die Fernbedienung des Schlüssels steuerten.


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