Um anzukommen, muss man erst einmal losfahren – ich habe den EV4 sowohl in der Stadt als auch auf der Langstrecke getestet. Insgesamt würde ich die Fahreigenschaften als komfortabel bezeichnen. Die Federung ist weich, Kopfsteinpflaster schluckt der EV4 entsprechend gut. Auch Schlaglöcher lassen sich mit dem EV4 überraschend komfortabel passieren. Das ist alles nicht auf Luxusniveau, aber schon ziemlich bequem.
Auch bei hohen Geschwindigkeiten liegt der EV4 Fastback gut auf der Straße. Bei Tempo 160 auf der Autobahn ist die Geräuschkulisse überraschend gering, was vor allem an den sehr leisen Windgeräuschen liegt. Bei meinem Test sind mir die Reifengeräusche eher aufgefallen. Die Höchstgeschwindigkeit des EV4 ist bei 170 km/h abgeregelt, was meiner Meinung nach aber im Alltag mehr als ausreicht.
Auf der Autobahn kann der Autobahnassistent das Steuern teilweise übernehmen. Wie bei den anderen von mir getesteten Kias funktioniert der Assistent auch beim EV4 gut: Der Wagen hält die Spur, während ich nur die Hand auf dem Lenkrad liegen lassen muss. Bei Baustellen mit Spurverlagerungen hat der EV4 die Angewohnheit, den Lenkvorgang etwas spät einzuleiten – da habe ich immer lieber selbst mitgelenkt. In Baustellen selbst hält das Fahrzeug die Spur sicher.
Fahrassistent wie bei anderen Kias
Der adaptive Tempomat hält den Abstand zum vorausfahrenden Auto gut ein, wie die Geschwindigkeit kann ich den Abstand über einen Button am Lenkrad regeln. Die Geschwindigkeit passt der Lenkassistent automatisch an, dafür verlässt sich der Kia wie die anderen Modelle auf Daten des Navigationssystems und einer Schilderkennung.
Bild 1/22: Der Kofferraum ist durchaus groß - und lässt sich dank zurückklappbarer Rücksitze verlängern. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/22: Auf diese Weise passen offiziell 1.435 Liter in den Kofferraum. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/22: Die Rückbank bietet reichlich Platz für Passagiere - und in unserer Version auch den Komfort einer Sitzheizung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/22: Die Rücksitze haben eigene Klimadüsen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/22: An den Vordersitzen sind USB-Anschlüsse für die Passagiere hinten eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/22: Die vorderen Sitze lassen sich elektronisch verstellen und haben einen Relax-Button, mit dem sich der Sitz in eine Liegeposition stellen lässt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/22: Das Lenkrad und das Cockpit haben den gleichen Aufbau wie beim EV3. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/22: Der zentrale Bildschirm zeigt das Infotainmentsystem an, das dem der anderen Kia-Modelle entspricht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/22: Die Mittelkonsole hat ein Staufach und davor eine zusätzliche Ablageschale. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/22: Unter der Armlehne in der Mitte ist eine weitere Schale mit Becherhaltern sowie die Ladestation für Smartphones eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/22: Die Spiegel lassen sich wie die Fensterheber mit physischen Buttons steuern. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/22: Unsere Testversion des EV4 hat ein Head-up-Display. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/22: Smartphones und andere Geräte können auch per USB geladen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/22: Das Cockpit der GT-Line-Version des EV4 ist aufgeräumt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/22: Dank Zusatzpaketen hat der EV4 eine gute Rundumkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/22: Der Kofferraum ist größer, als man vielleicht denken mag. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/22: Der Kia EV4 in der Fastback-Variante ist eine große Limousine mit klassischem Kofferraum. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/22: Die Front ist verglichen mit dem EV6 etwas weniger sportlich. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/22: Das Design ist aber immer noch als Kia erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/22: Die Dachlinie fällt zum Heck hin ab, dennoch sitzen Passagiere im Fond bequem. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/22: Das Heck des EV4 sieht auf den ersten Blick aus wie das des EV6, hat aber keine Heckklappe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/22: Das Heckdesign ist insgesamt eher unauffällig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die Anpassung erfolgt wie bei anderen Fahrzeugen von Hyundai und Kia allerdings erst ab dem Schild – wer mit höherer Geschwindigkeit unterwegs ist, sollte in manchen Situationen lieber manuell abbremsen. Wie viele andere Autos mit Schilderkennung kann auch der EV4 zeitlich begrenzte Tempolimits nicht korrekt erkennen und weist mich dann piepsend darauf hin, dass ich angeblich zu schnell fahre.
Wie der von mir getestete EV3 lässt sich auch der EV4 über den Schlüssel in Parkhäfen hinein- und von dort wieder herausfahren. Eine Parkplatzsuchfunktion wie beim EV6, über die man auch parallel automatisch einparken lassen kann, hat der EV4 nicht.