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Größerer Kofferraum als beim Schrägheckmodell

Der EV4 hat keine Heckklappe wie bei einem Schrägheckmodell; das heißt, die Rückscheibe ist fest verbaut. Entsprechend öffnet sich – wie bei einer klassischen Limousine – nur eine wesentlich kleinere Kofferraumklappe. Das ist zumindest in Deutschland bei aktuellen Automodellen eher ungewöhnlich. Ein wirkliches Stufenheck ist der Fastback allerdings nicht – das Heck ist weiterhin flach.

Je nach Situation kann die kleinere Kofferraumöffnung mal mehr stören, mal weniger. Bei der Fastback-Variante passen offiziell 490 Liter hineien – und damit 55 Liter mehr als in die Hatchback-Variante, was mich zunächst überrascht hat. Dann fiel mir aber wieder ein, dass die Fastback-Version fast 30 cm länger ist. Entsprechend ist bei meinem Testfahrzeug mehr Platz in der Horizontalen als in der Vertikalen.

Beim Hatchback-EV4 kann man die Ladung in die Höhe stapeln, beim Fastback schiebt man Gepäck eher in der Senkrechten nach hinten durch. Und tatsächlich passt in den Kofferraum überraschend viel hinein: Getestet habe ich das auf einem Kletterwochenende, bei dem meine drei Mitreisenden und ich drei prall gefüllte Wanderrucksäcke, eine Reisetasche, einen kleineren Rucksack, Winterjacken und Kleinkram problemlos im Kofferraum unterbekommen haben.

Kofferraum mit gutem Volumen, aber ohne Platz in der Höhe

Sollen längere Gegenstände transportiert werden, lassen sich die Rücksitze umklappen. Dann stehen offiziell 1.435 Liter zur Verfügung – auch das ist mehr als bei der Hatchback-Version, die auf 1.415 Liter kommt. Als Nutzer muss man sich aber vom Transport sperriger Dinge verabschieden, solange sperrig nicht einfach nur lang bedeutet. Für Standardgepäck bietet der altmodische Kofferraum aber überraschend viel Platz.

Apropos Rücksitze: Auf denen sitzen Passagiere dank des langen Radstands von 2.820 mm äußerst bequem. Selbst ein Freund mit 1,89 cm Körpergröße hatte ausreichend Platz für seine Knie; auch die Kopffreiheit ist gut. In der GT-Line-Version sind die Sitze aus dem gleichen schönen Kunstledermaterial wie die Frontsitze; der Mittelplatz lässt sich zu einer Armlehne mit Becherhaltern umfunktionieren.

Für die Passagiere hinten gibt es zudem eigene Klimadüsen sowie USB-C-Ladeanschlüsse. Außerdem verfügen die Rücksitze über eine Sitzheizung. Die gibt es auch vorne, zusammen mit einer Sitzlüftung, die es im Fond wiederum nicht gibt. Auch vorne ist viel Platz für Fahrer und Beifahrer, ich habe schnell eine angenehme Sitzposition gefunden. Dabei helfen die elektrisch einstellbaren Sitze samt Lordosenstütze, was auch längere Fahrten angenehm macht – dazu aber gleich mehr.


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