Guter Verbrauch angesichts hügeliger Strecke
Der LFP-Akku unseres Testfahrzeugs hat 42,2 kWh – später im Jahr 2026 soll auch noch die Version mit dem größeren 61-kWh-Akku erscheinen. Kia gibt den kombinierten Verbrauch unseres Autos mit 15,5 kWh an. Auf unserer Testfahrt, die hauptsächlich über Landstraßen durch kurviges und hügeliges Gebiet führte, kamen wir auf einen Verbrauch von 14,2 kWh bei 15° C Außentemperatur. Detailliertere Daten werden wir erst bei einem ausführlicheren Test ermitteln.
Der EV2 lädt mit maximal 118 kW an Schnellladesäulen und soll Kia zufolge in 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. An Wechselstromsäulen lädt der Wagen standardmäßig dreiphasig mit 11 kW, optional kann er auch mit 22-kW-Lademodul bestellt werden. Die Ladeleistung konnten wir in unserem Test nicht überprüfen.
Der EV2 hat eine automatische Batterievorkonditionierung, die über das Navi funktioniert. Die Lite-Version kommt ohne Navi, dort lässt sich die Vorkonditionierung manuell in den Einstellungen oder per App aktivieren. Das geht natürlich auch mit den Varianten, die ein Navi haben. Die Navigationsfunktion ist sieben Jahre lang kostenlos, danach muss sie als Abo bestellt werden.
Fazit
Kias EV2(öffnet im neuen Fenster) fährt sich sehr angenehm, bietet im Innenraum überraschend viel Platz und hatte bei unserer Testfahrt einen moderaten Verbrauch. Die E-GMP-Plattform hat sich in zahlreichen anderen Kia-Modellen bewährt, was aber auch bedeutet, dass der EV2 technisch nicht wirklich Neues bietet.
Im Grunde handelt es sich um einen geschrumpften EV3, der auch ohne Navigationssystem erhältlich ist. Die Ähnlichkeit zeigt sich auch beim Design: Der EV2 ist ebenso eine recht eckige Kiste wie der EV3. Trotz des dadurch guten Platzangebotes fragen wir uns, ob uns der EV2 als klassischer Hatchback nicht besser gefallen hätte – wie ein Golf oder der geplante ID.Polo von Volkswagen.
Die Lite-Version des EV2 ohne Navigationssystem kostet ab 26.600 Euro und ist damit günstiger als der geplante ID.Cross von VW – und ein starker Konkurrent. Die Version Air mit kleinem 42,2-kWh-Akku kostet ab 29.000 Euro, mit 61-kWh-Batterie ab 33.500 Euro. Die Earth-Version ist ab 31.300 beziehungsweise 35.800 Euro verfügbar.
Die am besten ausgestattete Variante GT-Line wird es nur mit dem großen Akku geben, sie kostet 36.900 Euro. Die Produktion der Modelle mit großem Akku soll im Sommer 2026 starten. Die Modelle Air und Earth mit dem kleinen Akku sollen im April 2026 auf den Markt kommen, die Light-Version im Oktober.
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