Noch bevor VW den ID.Cross auf den Markt bringen kann, ist Kia dem Wolfsburger Autohersteller voraus: Der EV2 ist als kleinstes unter Kias Elektroautos in etwa so groß wie der kommende kleine Stromer von VW, hat aber etwas mehr Leistung und unwesentlich größere Akkus. Die Zielgruppe dürfte aber die gleiche sein: Fahrer, die sich an ihrem Wohnort und in der Umgebung bewegen.
Das dürfte vor allem für die Varianten mit den kleinen Akkus gelten. Den EV2 gibt es dann mit 42,2 kWh, was Kia zufolge für eine kombinierte Reichweite von 317 km reichen soll. Wir haben den EV2 in der Praxis getestet: Unser guter erster Eindruck aus der Probefahrt hat sich dabei bestätigt. Wirklich günstig ist der kleine Kia aber nur, wenn nicht zu viele Extras dazu bestellt werden.
Zum Test stand uns der EV2 in der Earth-Ausstattungsvariante plus Zusatzoptionen zur Verfügung. Earth ist bei Kia normalerweise die mittlere Variante, beim EV2 gibt es allerdings insgesamt vier statt drei Varianten. Light ist die einfachste Version, gefolgt von den bekannten Varianten Air, Earth und GT Line. Unser Fahrzeug hat etwa Extras wie einen Frunk mit 15 Litern Fassungsvermögen, einen (manuell) höhenverstellbaren Beifahrersitz, eine Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz sowie ein beheizbares Lenkrad.
Preis unseres Testmodells nähert sich den 40.000 Euro
Dazu kommen Pakete, die etwa getönte Scheiben im Fond, einen aktiven Totwinkelassistenten, eine Fernsteuerung über den Keyfob für Parkbuchten, eine 360-Grad-Kamera und Kias Navigationssystem beinhalten. Zur Verkaufstaktik beim EV2 gehört es, dass es unter anderem die Navigation und den Autobahnassistenten nur gegen Aufpreis gibt – oder gar nicht, wie bei den Versionen Light und Air. Das führt dazu, dass der EV2 bereits ab 26.600 Euro erhältlich ist, aber wie unser Modell auch über 37.000 Euro kosten kann. Android Auto und Carplay kann bei allen Modellen verwendet werden.
Optisch ist der EV2 ganz klar ein SUV von Kia – wenn auch ein geschrumpfter. Der Wagen sieht im Grunde aus wie ein kleinerer EV3 oder EV5 und ist entsprechend ein ziemlich eckiger Kasten. Das Design kann einem gefallen oder nicht, doch es ist klar als von Kia stammend erkennbar. Nicht so gut gefällt uns die silberne Zierleiste am Schweller, die wir vom Look her etwas billig finden.
Bild 1/26: Der Kia EV2 ist ein recht kantiger, kleiner SUV. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/26: Die Heckklappe des EV2 wird manuell geöffnet, der Heckscheibenwischer steckt unter dem Spoiler. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/26: Von vorn wirkt der EV2 aufgrund der geraden Front wuchtig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/26: Die Scheinwerfer und Tagfahrlichter sind nach unten gezogen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/26: Der EV2 hat eine Reihe von Kameras und Fahrassistenzfunktionen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/26: Über den Innenraum sind kleine Details wie dieser Schriftzug verteilt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/26: Wie bei Kia üblich gibt es für die meisten Funktionen haptische Elemente. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/26: Auch die Lichtsteuerung erfolgt über einen Hebel hinter dem Lenkrad. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/26: Das Lenkrad verfügt über die von Kia bekannten Elemente, unter anderem des Fahrassistenten, der Fahrinformationen ...
Bild 10/26: ... oder auch der Musiksteuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/26: Das Infotainment des EV2 gleicht dem des EV3 und anderer Kia-Modelle. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/26: Vor der Mittelkonsole befindet sich bei unserem Testfahrzeug eine Ladeschale für Smartphones. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/26: Unter der Mittelkonsole ist eine Ablage mit Becherhaltern verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/26: Die Mittelkonsole hat ein Fach mit Deckel und eine halb verdeckte Ablage, in die wir auch ein Smartphone stecken können. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/26: Die Bedienelemente an den Türen sind von anderen Kia-Modellen bekannt. Auch für die Spiegeleinstellung gibt es phyische Knöpfe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/26: Die Rückbank bietet bei unserem Modell Platz für drei Personen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/26: Die Passagiere im Fond haben eigene Klimadüsen ...
Bild 18/26: ... und USB-C-Anschlüsse zum Laden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/26: Das Cockpit des EV2 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/26: Auf der Rückbank ist für Personen bis 1,80 m Körpergröße ausreichend Platz. Darüber hinaus wird es etwas eng für die Knie. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/26: Der Kofferraum hat Stauraum unter der Bodenabdeckung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/26: In den Kofferraum passen bei unserem Modell mit drei Plätzen auf der Rückbank 362 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/26: Klappen wir die Rückbank um, entsteht eine ebene Fläche und das Stauvolumen erhöht sich auf 1.160 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/26: Der zweite Becherhalter lässt sich in der Größe einstellen und eignet sich dann auch für andere Dinge. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/26: Ein weiteres Detail aus dem Innenraum des EV2 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/26: Der EV2 fährt sich komfortabel und ist ausreichend motorisiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Das Dach des EV2 neigt sich hinten kaum nach unten, weshalb Passagiere im Fond eine gute Kopffreiheit haben. Der Wagen sieht so von der Seite recht wuchtig aus. Auch von vorn wirkt der EV2 größer, als er mit 4.060 x 1.800 x 1.575 mm ist. Für einen modernen Kleinwagen hat er damit durchaus gängige Maße.