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Kia EV2 im Praxistest: An diesem Auto muss VW mit dem ID.Cross vorbei

Der EV2 ist Kias kleinstes Elektroauto und eignet sich prima für Stadt und Umland. Der Preis ist gut – wenn wenige Extras dazu bestellt werden.
/ Tobias Költzsch
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Kias EV2 in der Farbe "Morgenbrise Grau" (Bild: Martin Wolf/Golem)
Kias EV2 in der Farbe "Morgenbrise Grau" Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Kia EV2 im Praxistest: An diesem Auto muss VW mit dem ID.Cross vorbei
  2. Innenraum mit viel Stoff
  3. Gutes Infotainmentsystem von Kia auch beim EV2
  4. Verfügbarkeit und Fazit: Kia EV2

Noch bevor VW den ID.Cross auf den Markt bringen kann, ist Kia dem Wolfsburger Autohersteller voraus: Der EV2 ist als kleinstes unter Kias Elektroautos in etwa so groß wie der kommende kleine Stromer von VW, hat aber etwas mehr Leistung und unwesentlich größere Akkus. Die Zielgruppe dürfte aber die gleiche sein: Fahrer, die sich an ihrem Wohnort und in der Umgebung bewegen.

Das dürfte vor allem für die Varianten mit den kleinen Akkus gelten. Den EV2 gibt es dann mit 42,2 kWh, was Kia zufolge für eine kombinierte Reichweite von 317 km reichen soll. Wir haben den EV2 in der Praxis getestet: Unser guter erster Eindruck aus der Probefahrt hat sich dabei bestätigt. Wirklich günstig ist der kleine Kia aber nur, wenn nicht zu viele Extras dazu bestellt werden.

Zum Test stand uns der EV2 in der Earth-Ausstattungsvariante plus Zusatzoptionen zur Verfügung. Earth ist bei Kia normalerweise die mittlere Variante, beim EV2 gibt es allerdings insgesamt vier statt drei Varianten. Light ist die einfachste Version, gefolgt von den bekannten Varianten Air, Earth und GT Line. Unser Fahrzeug hat etwa Extras wie einen Frunk mit 15 Litern Fassungsvermögen, einen (manuell) höhenverstellbaren Beifahrersitz, eine Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz sowie ein beheizbares Lenkrad.

Preis unseres Testmodells nähert sich den 40.000 Euro

Dazu kommen Pakete, die etwa getönte Scheiben im Fond, einen aktiven Totwinkelassistenten, eine Fernsteuerung über den Keyfob für Parkbuchten, eine 360-Grad-Kamera und Kias Navigationssystem beinhalten. Zur Verkaufstaktik beim EV2 gehört es, dass es unter anderem die Navigation und den Autobahnassistenten nur gegen Aufpreis gibt – oder gar nicht, wie bei den Versionen Light und Air. Das führt dazu, dass der EV2 bereits ab 26.600 Euro erhältlich ist, aber wie unser Modell auch über 37.000 Euro kosten kann. Android Auto und Carplay kann bei allen Modellen verwendet werden.

Kia EV2 im Praxistest
Kia EV2 im Praxistest (01:55)

Optisch ist der EV2 ganz klar ein SUV von Kia – wenn auch ein geschrumpfter. Der Wagen sieht im Grunde aus wie ein kleinerer EV3 oder EV5 und ist entsprechend ein ziemlich eckiger Kasten. Das Design kann einem gefallen oder nicht, doch es ist klar als von Kia stammend erkennbar. Nicht so gut gefällt uns die silberne Zierleiste am Schweller, die wir vom Look her etwas billig finden.

Das Dach des EV2 neigt sich hinten kaum nach unten, weshalb Passagiere im Fond eine gute Kopffreiheit haben. Der Wagen sieht so von der Seite recht wuchtig aus. Auch von vorn wirkt der EV2 größer, als er mit 4.060 x 1.800 x 1.575 mm ist. Für einen modernen Kleinwagen hat er damit durchaus gängige Maße.


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