Innenraum mit viel Stoff
Der Innenraum besteht bei unserem Testfahrzeug vor allem aus Kunststoff und Stoff. Die Mittelkonsole ist mit Kunstleder überzogen, die Armlehnen in den Türen sind aus einem gummiartigen Material, wobei die Bereiche, die wir mit unseren Armen berühren, weich sind. Das Design gefällt uns gut, verglichen mit teureren Kias hat der Hersteller aber durchaus mehr Kunststoff verwendet. Unterhalb der Knie ist er auch nicht mehr so schön strukturiert wie im oberen Bereich, was wir aber in Ordnung finden.
Das Armaturenbrett finden wir ungewöhnlich steil. Dadurch wirkt das Cockpit des EV2 auf mehrere Kollegen beim ersten Einsteigen eher wie das eines Lieferwagens – ein durchaus treffender Eindruck. Die Verarbeitung ist aber gut, zudem gibt es dank Staufächern in den Türtaschen, einem Handschuhfach und einem Fach in der Mittelkonsole ausreichend Stauraum.
Vor dem Fach in der Mittelkonsole ist eine kleine Ablage eingebaut, in die wir ein Smartphone hineinstellen können. Unter der Konsole ist bei unserem Modell eine Ablageschale mit drahtlosem Ladepad und Becherhalter verbaut. Die Schale hat eine herausnehmbare Trennwand, so dass wir den vorderen Bereich ebenfalls als Becherhalter oder als kleinere oder größere Ablage verwenden können.
Bequeme Sitze auf kurzen Fahrten
Die Sitze sind aus Stoff, bei unserem Modell lässt sich der Fahrersitz elektrisch verstellen. Die Position des Beifahrersitzes muss manuell angepasst werden. Eine Lordosestütze für den Fahrer gibt es auch, allerdings lässt sie sich nur in der horizontalen, nicht aber in der vertikalen Position anpassen. Auf kürzeren Fahrten finden wir den Sitz bequem, bei längeren Touren spüren wir unseren Rücken danach eher.
Passagiere im Fond haben ausreichend Platz, wenn sie nicht zu groß sind. Ein Kollege mit 1,80 m Größe passte gut hinter den Fahrersitz, der für einen Fahrer gleicher Größe eingestellt war. Viel Spielraum bei den Knien gibt es dann aber schon nicht mehr. Personen, die über 1,80 m groß sind, könnten Probleme mit ihren Beinen bekommen. Die Kopffreiheit war kein Problem.
Unser Test-EV2 hat auf der Rückbank drei Plätze. Das Fünfsitzer-Modell hat keine verschiebbare Rückbank, die beim Viersitzer ermöglicht, den Kofferraum auf Kosten des Komforts der Passagiere im Fond leicht zu vergrößern. Entsprechend kommt unser EV2 auf ein Kofferraumvolumen von 362 Litern, was 40 Liter weniger sind als beim EV2 mit verschiebbarer Rückbank.
362 Liter sind auch weniger als das, was VW beim ID.Cross anbieten will: Dort sollen es mit 475 Litern über 100 Liter mehr sein. Der Kofferraum des EV2 ist nicht zu klein, aber auch nicht riesig. Bei umgeklappter Rückbank passen in unser Modell 1.160 Liter hinein, die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60:40 Prozent teilen.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.