Kia EV 6 im Test: Die Sport-Limousine

Der Kia EV 6 basiert auf einer reinen E-Auto-Plattform und nutzt ein 800-Volt-Batteriesystem. Technik und Design hinterlassen beim Test einen guten Eindruck.

Ein Test von Dirk Kunde veröffentlicht am
Für unseren Tester eine gelungene Mischung aus Sicherheit und Komfort: der Kia EV 6
Für unseren Tester eine gelungene Mischung aus Sicherheit und Komfort: der Kia EV 6 (Bild: Dirk Kunde)

Die Scheiben meines Kia EV 6 sind blickdicht verklebt. Ich fahre das Auto nur nach dem Kamerabild auf dem Display (31,2 cm Diagonale), wahlweise mit Blick von oben oder nach vorne und hinten. Farbige Linien sollen mir helfen abzuschätzen, ob ich an den Hütchen auf dem Rundkurs vorbeikomme. Danach soll ich den Wagen noch ein- und wieder ausparken.

Kia will damit zeigen, wie gut die Kameraansicht den Fahrer unterstützt. Dabei wäre zumindest das Parken viel einfacher gegangen, denn der EV 6 verfügt über einen automatischen Parkassistenten. Wird man zugeparkt, ohne einsteigen zu können, lässt man den Wagen per Fingerdruck auf Tasten am Funkschlüssel nach vorn oder hinten ausparken.

Doch die Runde ohne Sicht auf einem Parkplatz in Málaga vermittelt ein gutes Gefühl für das Auto. Auf meiner weiteren Fahrt - auf offener Straße und mit freier Sicht - unterstützen mich Querverkehrs- und Toter-Winkel-Warner, Spurhalteassistent, Verkehrsschilderkennung und Abstandstempomat. Sämtliche Informationen schweben dank Augmented-Reality-Head-up-Display in meinem Sichtfeld auf der Fahrbahn.

Das Auto ist eine gelungene Kombination aus Sicherheit und Komfort. Der Preis für den Kia EV 6 startet bei 44.990 Euro. Bei meinem Testfahrzeug kommen 6.000 Euro für das Paket der GT-Line hinzu. Zusammen ist das auf dem neuesten Stand der Technik in der Mittelklasse.

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Doch das größte Verdienst des koreanischen Herstellers ist die "Demokratisierung" des 800-Volt-Batteriesystems. Bislang findet man das nur in der Oberklasse, also im Porsche Taycan (Test) oder Audi E-Tron GT (Probefahrt) mit jeweils sechsstelligen Preisschildern.

Der Kia EV 6 lädt mit bis zu 240 Kilowatt (kW) Energie nach. In 18 Minuten schafft man es laut Hersteller von 10 auf 80 Prozent Ladekapazität. Das Auto basiert wie der Hyundai Ioniq 5 (Probefahrt), der ebenfalls eine 800-Volt-Batterie hat, auf der Electric-Global Modular Platform (E-GMP). Kia ist Teil des koreanischen Hyundai-Konzerns.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Front mit Tigergesicht

Für Kia ist der EV 6 das erste echte Elektroauto, denn Niro und Soul gibt es auch mit Verbrennungsmotoren. Bis 2030 will Kia knapp eine Million E-Autos im Markt haben, ein ehrgeiziges Ziel.

  • Unter anderem durch seine Front, das "Tigergesicht", soll der Kia EV6 sportlich wirken. (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Modell ist Kias erstes echtes Elektroauto. (Bild: Dirk Kunde)
  • Bis 2030 will Kia knapp eine Million E-Autos im Markt haben. (Bild: Dirk Kunde)
  • Eine der Grundlagen dafür ist die Electric-Global Modular Platform (E-GMP) (Bild: Dirk Kunde)
  • In den kommenden fünf Jahren sind sieben neue Varianten auf E-GMP-Basis geplant. (Bild: Dirk Kunde)
  • Der EV 6 ist 4,70 Meter lang. (Bild: Dirk Kunde)
  • Hierüber wird geladen - der EV 6 hat ein 800-Volt-Batteriesystem. (Bild: Dirk Kunde)
  • Bei der Testfahrt hatte das Auto einen Verbrauch von 19,2 kWh - ein akzeptabler Wert. (Bild: Dirk Kunde)
  • Der Kia ist 1,55 m hoch, der Radstand beträgt 2,90 m. (Bild: Dirk Kunde)
  • Dennoch gibt es genug Platz: der Innenraum des Kia EV 6. (Bild: Dirk Kunde)
  • Für die Passagiere auf der Rückbank: USB-Anschlüsse sind seitlich in den beiden Vordersitzen integriert. (Bild: Dirk Kunde)
  • Der Kofferraum hat ein Volumen von 520 Litern. (Bild: Dirk Kunde)
  • Beim Laden ist unser Tester erstaunt ..., (Bild: Dirk Kunde)
  • ... denn selbst bei 62 Prozent Ladekapazität erreicht die Ladeleistung 240 kW. (Bild: Dirk Kunde)
Unter anderem durch seine Front, das "Tigergesicht", soll der Kia EV6 sportlich wirken. (Bild: Dirk Kunde)

Da muss die Auswahl schnell größer werden. In den kommenden fünf Jahren sind sieben neue Varianten auf E-GMP-Basis und vier auf bestehenden Plattformen geplant. Im kommenden Jahr bietet Kia etwa eine sportlichere GT-Version des EV 6 an. Mit zwei E-Motoren (430 kW) sprintet er in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 260 statt der 185 km/h, die mein Testwagen schafft.

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Der Kia EV 6 hat ein sportlicheres Design als der Ioniq 
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schorfi 28. Okt 2021 / Themenstart

also ich könnte den bis vor kurzem online nicht mal konfigurieren also sehr weit weg von...

schorfi 28. Okt 2021 / Themenstart

full ack, aber immer noch besser als ein Großteil der Konkurrenz (Jaguar, Daimler, BWM...

schorfi 28. Okt 2021 / Themenstart

danke, dass jemand mal mit Zahlen kontert als nur mit Behauptungen so ineffizient ist der...

schorfi 28. Okt 2021 / Themenstart

lädt schneller als M3? weil 240? oder weil 240 bei 60%? ja letzteres ist besser, aber...

schorfi 28. Okt 2021 / Themenstart

Vorteil: man muss auf der Suche nach Ladesäulen nicht mehr überlegen ob die kW Angabe auf...

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