KI-Zielerkennung: Bastler entwickelt Cheating-Mauspad mit Auto-Aim

Nick vom Youtube-Kanal Basically Homeless hat ein KI-System entwickelt, das das Spielgeschehen am Bildschirm über eine Kamera überwacht und das Mousepad unter der Maus so bewegt, dass das Fadenkreuz auf die Ziele ausgerichtet wird. Bei Tests mit Freunden und Familie bemerkten die Spieler die automatisierte Unterstützung nicht, wie Toms Hardware berichtet.(öffnet im neuen Fenster)
Das Projekt erforderte umfangreiche Modifikationen am Gaming-Set-up. Nick sägte demnach zunächst eine Öffnung in seinen Schreibtisch und wählte ein großes, weißes Glas-Mousepad als Grundlage für die bewegliche Plattform. Den Bewegungsmechanismus entnahm er einem umfunktionierten Xdraw A4-Plotter(öffnet im neuen Fenster) .
Nach dem Zerlegen des Plotters entdeckte Nick, dass es einen GRBL-Controller verwendete – ein weit verbreitetes Motion-Control-Board. Dies vereinfachte den Integrationsprozess erheblich. Er montierte das Bewegungssystem des Zeichenbretts unter dem Schreibtisch und befestigte das Mousepad darüber. Einige 3D-gedruckte Komponenten waren notwendig, um passende Abstandshalter zu schaffen und einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.
Computer Vision steuert das Zielsystem
Die Software basiert auf einem YOLO-Computer-Vision-Modell(öffnet im neuen Fenster) . Dieses System analysiert den Bildschirm in Echtzeit und identifiziert potenzielle Ziele in einem festgelegten Radius um das Fadenkreuz des Spielers. Wenn ein Ziel in diese Zone gelangt, berechnet die Software die erforderliche Anpassung und sendet Befehle an den GRBL-Controller, der daraufhin das Mousepad bewegt, um den Mauszeiger über dem Ziel zu positionieren.
Die Bewegungen erfolgen so schnell, dass Spieler die Unterstützung möglicherweise nicht bemerken. Der Youtuber dokumentierte diesen Effekt mit einer seiner Gaming-Freundinnen. Sie glaubte zunächst, ihre treffsicheren Schüsse resultierten aus ihrer natürlichen Fähigkeit, gut zielen zu können. Als Nick das System jedoch vorübergehend ohne ihr Wissen deaktivierte, verschlechterte sich ihre Leistung merklich. Das erneute Aktivieren des Systems stellte ihre vermeintlich hohe Zielgenauigkeit wieder her.
Der Ansatz des Youtubers Nick unterscheidet sich von traditionellen Aim-Assist-Methoden in modernen Videospielen. Anstatt die Cursor-Position durch Software anzupassen, erzeugt sein System die physische Bewegung des Eingabegeräts selbst. Diese Methode läuft außerhalb der Spiel-Software und ist dadurch für konventionelle Anti-Cheat-Systeme, die nach softwarebasierten Modifikationen suchen, nicht erkennbar.