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KI-Wearables: Meta kauft Limitless und stellt Dienst in EU ein

Das KI-Start-up Limitless gehört ab sofort zu Meta – und stoppt seinen Dienst in der EU und einer Reihe weiterer großer Märkte.
/ Peter Steinlechner
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Artwork des KI-Wearables Pendant (Bild: Limitless)
Artwork des KI-Wearables Pendant Bild: Limitless

Meta hat das Start-up Limitless übernommen. Das aus Denver (US-Bundesstaat Colorado) stammende Unternehmen entwickelt KI-basierte Assistenztechnologie und war bislang vor allem durch ein tragbares Diktiergerät bekannt.

Mit dem Zukauf will Meta seine Strategie für KI-Wearables ausbauen und Hardware stärker mit hauseigenen Modellen wie Meta-AI verzahnen. Reuters zufolge(öffnet im neuen Fenster) wurden keine finanziellen Details veröffentlicht.

In einem Video auf der offiziellen Webseite(öffnet im neuen Fenster) erklärt Firmengründer Dan Siroker, als man vor fünf Jahren gestartet sei, sei künstliche Intelligenz "für viele nur ein Traum" gewesen und Hardware-Start-ups galten als kaum finanzierbar.

Heute baue man "eine Zukunft, die unvermeidlich wirkt" . Die Vision seines Teams passe zur von Meta angekündigten "persönlichen Superintelligenz" .

Für bestehende Kunden in den USA bedeutet die Übernahme vorerst Unterstützung: Das wichtigste Produkt Pendant soll noch mindestens ein weiteres Jahr funktionieren. Abonnements entfallen, Bestandsnutzer erhalten den sogenannten Unlimited-Plan automatisch und ohne zusätzliche Kosten.

Datensicherung bis zum 19. Dezember 2025 möglich

Allerdings zieht Limitless den Service in mehreren Regionen komplett zurück. Ab sofort ist der Dienst unter anderem in der Europäischen Union, Brasilien, China, Israel, Südkorea, der Türkei und dem Vereinigten Königreich nicht mehr verfügbar.

Nutzer in diesen Ländern können bis zum 19. Dezember 2025 ihre Daten herunterladen, danach werden Konten und gespeicherte Informationen dauerhaft gelöscht.

Limitless war ursprünglich als Rewind gestartet. Die erste Software zeichnete sämtliche Aktivitäten auf dem Computer auf, machte sie durchsuchbar und beantwortete Anfragen per Chatbot.

Später verlagerte das Start-up das Konzept auf den Alltag: Das Pendant ist ein kleiner Clip, der gesprochene Inhalte mit einem Bluetooth-Mikrofon aufnimmt und automatisch transkribiert – vergleichbare Geräte gibt es inzwischen auch von anderen Herstellern, am bekanntesten sind inzwischen wohl die Geräte von Plaud AI. Offen bleibt, ob Meta das Pendant weiterführt oder die Technik lediglich in eigene Geräte integriert.


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