KI von Elon Musk: Groks Holocaust-Leugnung soll technische Ursache haben

Der Chatbot Grok von Elon Musks KI-Firma soll den Holocaust geleugnet haben – angeblich aufgrund eines technischen Fehlers, wie der Guardian berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem das KI-System wegen der Verbreitung von Verschwörungstheorien über die angebliche Verfolgung weißer Menschen in Südafrika in die Kritik geraten war.
Als Nutzer Grok in der vergangenen Woche nach den Opfern des Holocaust fragten, reagierte der Chatbot mit Skepsis und erklärte, dass Mainstreamquellen zwar von sechs Millionen jüdischen Todesopfern unter der Naziherrschaft sprächen, dies jedoch ohne Primärquellen zweifelhaft sei, und die Zahlen aus politischen Gründen manipuliert worden sein könnten.
Das Magazin Rolling Stone berichtete(öffnet im neuen Fenster) als Erstes über die skandalösen Aussagen Groks. Musks Firma xAI erklärte, diese seien auf eine unbefugte Systemänderung am 14. Mai 2025 zurückzuführen. Ein Mitarbeiter habe den Programmierfehler verursacht, dieser sei am nächsten Tag behoben worden.
Der Vorfall der Leugnung des Holocaust folgte auf eine weitere Kontroverse um Groks Verbreitung umstrittener Behauptungen über Gewalt gegen weiße Südafrikaner. Mehrere Stunden lang verwies der Chatbot wiederholt auf unbegründete Vorwürfe systematischer Verfolgung und griff damit Verschwörungstheorien auf, die zuvor von Musk selbst gestützt worden waren. Musk stammt aus Südafrika.
Das Unternehmen erklärte, die Änderungen an den Systemanweisungen des Chatbots verstießen gegen interne Richtlinien und kündigte neue Überprüfungsverfahren an, um zu verhindern, dass Mitarbeiter so etwas ohne angemessene Kontrolle ändern könnten.
Nach einem Test von Golem.de scheint Grok mittlerweile korrigiert worden zu sein. Der Chatbot gab Antworten, in denen die Zahl von sechs Millionen Opfern des Holocaust als durch umfangreiche historische Beweise und einen breiten wissenschaftlichen Konsens anerkannt ist.



