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Viele ethische Fragen

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Theorien, die bislang auf menschliche Beziehungen beschränkt waren, auf Mensch-KI-Partnerschaften ausgeweitet oder kritisch hinterfragt werden müssen" , verdeutlicht Ray Djufril. Vor allem aus ethischer Sicht wirft die Untersuchung der TU Berlin viele Fragen auf, für die es mangels Forschung bislang noch keine Antworten gibt.

Erste ethische Leitlinien hat die Future Foundation vorgelegt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Belgien, Deutschland und Österreich. Die vorgestellten 10 Regeln für die digitale Welt(öffnet im neuen Fenster) dienen als eine Art Rahmen, der Menschen und Organisationen an ihre gemeinsame Verantwortung für eine gute digitale Zukunft erinnern soll.

Die Liebe zum Chatbot wird oft geheim gehalten

Noch würden die meisten Menschen ihre Liebe zum KI-Chatbot aus Angst vor Unverständnis, Stigmatisierung oder Spott aus dem Freundeskreis oder familiären Umfeld verschweigen. Andere zeigten in der Befragung der TU Berlin keinerlei Scham, sondern betrachteten ihre Chatbot-Liebe als echt und als genauso legitim wie zu einem menschlichen Partner.

Die Ergebnisse der qualitativen Analyse der TU Berlin machen deutlich, dass KI-Chatbots wie Replika für viele Menschen nicht mehr nur Tools oder Spielerei sind, sondern zunehmend zentrale emotionale Funktionen übernehmen. Für Studienersteller Ray Djufril ist daher klar: Es braucht weitere und größer angelegte Studien, um die ethischen, psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen solcher Mensch-Maschine-Beziehungen näher zu erforschen.


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