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KI und Geschichte: Aronofsky startet KI-Serie zur US-Revolution

Darren Aronofsky setzt KI für eine Serie zur US-Revolution ein. Die Episoden erscheinen 2026 bei Time auf Youtube.
/ Peter Osteried
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Schauspieler kommen nur noch für die Synchronisation der KI-generierten Figuren zum Einsatz. (Bild: Primordial Soup)
Schauspieler kommen nur noch für die Synchronisation der KI-generierten Figuren zum Einsatz. Bild: Primordial Soup

Wie das US-Branchenmagazin Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat der US-Regisseur Darren Aronofsky eine neue Animationsserie angekündigt, die mithilfe von künstlicher Intelligenz zentrale Ereignisse der amerikanischen Revolution nachzeichnet. Die Serie mit dem Titel On This Day… 1776 wird über den Youtube-Kanal des Medienhauses Time veröffentlicht. Die ersten beiden Episoden sind bereits gestartet.

Schauspieler nur noch als Synchronsprecher

Hinter dem Projekt steht Primordial Soup, ein KI-Studio, das Aronofsky im vergangenen Jahr gründete. Die Serie rekonstruiert Schlüsselmomente aus dem Jahr 1776, dem Gründungsjahr der Vereinigten Staaten, und erscheint jeweils exakt zum 250. Jahrestag der dargestellten Ereignisse. Die Episoden werden in kurzer Form erzählt und setzen auf eine Mischung aus klassischer Filmproduktion und KI-gestützten Werkzeugen, unter anderem aus Googles Deepmind-Umfeld.

Trotz des umfangreichen KI-Einsatzes kommen menschliche Schauspieler zum Einsatz, allerdings nur noch für die Synchronisation: Die Figuren werden von Mitgliedern der US-Schauspielgewerkschaft Sag-Aftra gesprochen. Die erste Episode behandelt das Hissen der sogenannten Grand Union Flag zum Jahresbeginn 1776, die zweite thematisiert die Entstehung der politischen Schrift Common Sense des Publizisten Thomas Paine.

Executive Producer der Reihe ist Aronofsky selbst, bekannt für Filme wie Requiem for a Dream und Black Swan. Die kreative Leitung des Autorenteams übernimmt Lucas Sussman, die Musik stammt von Komponist Jordan Dykstra.

Die ersten Reaktionen

On This Day… 1776 soll über das Jahr 2026 hinweg wöchentlich erscheinen. Das Projekt versteht sich laut den Beteiligten als Beispiel für einen künstlerisch kontrollierten Einsatz von KI, bei dem Technologie nicht Kreative ersetzt, sondern neue Formen des Erzählens ermöglichen soll. Wie die US-amerikanische Entertainment-Website CBR berichtet, ist die Reaktion des Publikums(öffnet im neuen Fenster) auf die Präsentation des KI-Trailers allerdings alles andere als gut.


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