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Diesen Aussagen folgen offenbar auch Taten. Laut dem Portal Statcounter(öffnet im neuen Fenster) ist der Marktanteil von Windows von September auf Oktober 2025 weltweit um 4,5 Prozent gesunken. Derweil konnte vor allem MacOS zulegen, auf 14 Prozent.

Dabei spielt sicher das Ende des Standardsupports für Windows 10 eine große Rolle. Viele User mussten sich durch in Windows 11 forcierte gestiegene Anforderungen neue Hardware kaufen. Warum also nicht auf ein Macbook Air wechseln?

Selbst Windows-Chef Davuluri gesteht mittlerweile ein, dass bei der Entwicklung von Windows 11 Fehler gemacht wurden. Vor allem die Usererfahrung sei einer der aktuell wichtigsten Kritikpunkte. "Entwickler liegen uns sehr am Herzen" , betonte der Windows-Chef . Windows solle wieder zu einem nutzerzentrierten OS werden, das auch für Softwareentwickler interessant sei.

Copilot in Microsoft Windows 11 (Herstellervideo)
Copilot in Microsoft Windows 11 (Herstellervideo) (01:51)

Aktuell wirkt es aber so, als müssten User als Versuchskaninchen herhalten, um weitere KI-Tools in Windows auszuprobieren. Microsoft warnt sogar vor den eigenen unfertigen Tools, die sich aktuell größtenteils in Beta-Builds befinden und schädlich für die Computersicherheit(öffnet im neuen Fenster) sein können. Eine Malware zeigte ebenfalls(öffnet im neuen Fenster) , dass KI-Agenten im aktuellen Zustand leichte Ziele für Cyberangriffe von außen sind.

Opt-in statt Opt-out

Für Microsoft ist es unserer Meinung nach deshalb wichtig, noch besser zu kommunizieren, welche KI-Features Kunden wann erwarten dürfen. Vor allem sollte es aber sehr leicht sein, all diese Neuerungen komplett abzuschalten – damit würde eine zahlenmäßig kleine, aber online sehr laute Gruppe an Windows-Power-Usern zufriedengestellt. Besser wäre sogar noch, wenn Windows 11 standardmäßig KI-Features deaktivieren würde und wir sie erst manuell aktivieren müssten.

Denn an sich können KI-Tools zukünftig die Art und Weise, wie wir mit unserem PC interagieren, verbessern und vor allem auch Laien zugänglicher machen. So können wir Wissen schneller finden, unsere Daten besser strukturieren oder ganze Arbeitsabläufe von unserem Betriebssystem automatisieren lassen – ganz ohne Scripting- oder Programmiererfahrung.

Wenn der Computer dem Windows-Neuling selbstständig erklärt, wo bestimmte Einstellungen zu finden sind, und diese Person uns dann nicht anrufen muss, erspart uns das als Familien-Admin potenziell eine Menge Zeit. Wir wären im Gegenzug dann weniger dazu verleitet, Windows 11 mal wieder doof zu finden.

IMHO ist der Kommentar von Golem. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


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