KI: Trump untersagt Nutzung von Anthropic in Bundesbehörden
Donald Trump hat am Freitagabend angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , alle Bundesbehörden anzuweisen, Anthropics Technologie sofort nicht mehr zu nutzen. Kurz zuvor war eine Frist abgelaufen, bis zu der Anthropic einer Lockerung seiner Nutzungsrichtlinien hätte zustimmen sollen.
Auf Truth Social schrieb Trump: "Die linken Spinner bei Anthropic haben einen KATASTROPHALEN FEHLER begangen, indem sie versucht haben, das Kriegsministerium unter Druck zu setzen." Das Verteidigungsministerium hatte zuvor einen Vertrag im Wert von 200 Millionen US-Dollar gekündigt und drohte zusätzlich damit, Anthropic als sogenanntes Lieferkettenrisiko einzustufen – eine Bezeichnung, die üblicherweise ausländischen Akteuren vorbehalten ist.
Anthropic hält an roten Linien fest
Anthropic-CEO Dario Amodei hatte in einer Erklärung(öffnet im neuen Fenster) am Donnerstag klargestellt, dass sein Unternehmen den Pentagon-Forderungen "gutem Gewissen nicht nachkommen" könne. Das Verteidigungsministerium bestand auf uneingeschränktem Zugang zu Claude, einschließlich der Nutzung für Massenüberwachung und autonome Waffensysteme ohne menschliche Kontrolle.
Amodei schreibt, der Einsatz von KI zur massenhaften Überwachung eigener Bürger sei mit demokratischen Werten unvereinbar. Zwar sei vieles davon nach geltendem Recht noch legal – aber nur, weil die Gesetzgebung mit den technischen Möglichkeiten noch nicht Schritt gehalten habe.
Konkret nennt er die Möglichkeit, öffentlich zugängliche Daten – Bewegungsprofile, Browserverläufe, soziale Verbindungen – automatisiert und im großen Maßstab zu einem vollständigen Persönlichkeitsbild zusammenzuführen. Das sei heute technisch möglich. Für ihn ist das eine Grenze.
Die Branche beobachtet den Präzedenzfall
Unterstützung erhielt Anthropic vom Wettbewerber: OpenAI-Chef Sam Altman erklärte laut einem CNBC-Bericht(öffnet im neuen Fenster) , sein Unternehmen habe dieselben roten Linien. Rund 500 Mitarbeiter von OpenAI und Google unterzeichneten einen offenen Brief mit dem Wortlaut "we will not be divided" . Beide Unternehmen unterhalten ebenfalls Militärverträge.
Nachtrag vom 28. Februar 2026, 9:32 Uhr
Sam Altman von OpenAI hat mitgeteilt, dass sein Unternehmen mit dem US-Verteidigungsministerium kooperiere , aber vertraglich vereinbart habe, dass Massenüberwachung der US-Amerikaner und autonomes Töten bei der Verwendung seiner KI-Modelle ausgeschlossen sei.
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