KI-Training: SpaceX will Kundendaten als günstige Datenquelle
SpaceX hat interne Gespräche über den Kauf von Kunden- und Betriebsdaten von angeschlagenen oder insolventen Start-ups geführt. Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster), sollen die Daten als kostengünstige Datenquelle zur Verbesserung der KI-Modelle von xAI dienen.
SpaceX will sich dem Bericht zufolge hochwertige Datenquellen sichern, um die Leistungsfähigkeit des KI-Modells Grok bei verschiedenen Aufgaben gezielt zu steigern. Das Unternehmen befindet sich in einem intensiven Wettbewerb mit Rivalen wie OpenAI und Anthropic, um fortschrittlichere KI-Dienste zu entwickeln und mehr Unternehmenskunden zu gewinnen.
Diese Überlegungen sollen bislang nur informell sein und führen möglicherweise nicht zu einer Vereinbarung. Die Vorgehensweise ähnelt einem Angebot von Google, das 10 Millionen US-Dollar für Daten der insolventen Fluggesellschaft Spirit Airlines bot und damit Datenschutzbedenken auslöste.
SpaceX nutzt weiterhin Daten von Musks Unternehmensnetzwerk
Die Erwägungen zur Nutzung externer Datensätze bedeuten eine Kursänderung für SpaceXAI. Bisher stützte sich das Unternehmen vor allem auf Daten des sozialen Netzwerks X sowie auf ein eigenes Team interner KI-Tutoren. Dieses Spezialistenteam schult die KI weiterhin in Bereichen wie Finanzen, Wissenschaft und Humor, war zuletzt jedoch von Abgängen, Führungswechseln und einem Einstellungsstopp im Juni 2026 betroffen.
In der Leitung des KI-Datenteams gab es eine Umstrukturierung, bei der Jack Garabedian, ein ehemaliger Mitarbeiter des Satellitendienstes Starlink, den Ingenieur Diego Pasini ablöste. Garabedian etablierte neue Prozesse sowie klare Ziele für das KI-Training. Laut Bloomberg verzeichnete das Team dadurch im Juli 2026 Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen KI-Modells und eines Coding-Agenten.
SpaceXAI nutzt weiterhin intensiv Informationen aus dem Unternehmensnetzwerk von Elon Musk. In einer Mitarbeiterversammlung kündigte Musk an, dass Grok künftig auf der Gesamtheit aller SpaceX-Informationen trainiert werde, was auch die Daten der eigenen Mitarbeiter einschließt.
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