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Warum Seitenbetreiber blockieren

Für viele Publisher ist das Aussperren von KI-Crawlern dabei keine technikfeindliche Trotzreaktion, sondern vielmehr eine wirtschaftliche Schutzmaßnahme. Klassische Suchmaschinen belasteten zwar ebenfalls Server und Infrastruktur, im Gegenzug lieferten sie aber Besucher. Dieses Gleichgewicht gerät durch KI-Antworten immer mehr ins Wanken.

Wenn Suchmaschinen oder LLMs Fragen direkt beantworten, klicken Nutzer logischerweise seltener auf die Ursprungsseite. Google AI Overviews und ähnliche Systeme verschärfen diesen Effekt. Für Publisher, die Werbung, Abos oder Affiliate-Einnahmen brauchen, ist das ein existenzielles Problem.

Cloudflare(öffnet im neuen Fenster) zeigt in einer Radar-Auswertung, wie groß das Missverhältnis zwischen KI-Crawling und zurückgeleiteten Seitenbesuchen ist.

Das eindeutige Ergebnis: KI-Bots rufen große Datenmengen ab, bringen aber kaum Besucher. Das Problem verschärft sich, weil der klassische Such-Traffic ohnehin sinkt. Laut Daten von Chartbeat(öffnet im neuen Fenster), schrumpfte der Google-Such-Traffic zu Publishern in den zwölf Monaten bis November 2025 weltweit um rund ein Drittel. Kleinere Anbieter mit 1.000 bis 10.000 täglichen Seitenaufrufen verloren innerhalb von zwei Jahren sogar rund 60 Prozent ihres Such-Traffics. Mittlere Publisher büßten 47 Prozent ein und große Medienhäuser 22 Prozent.

Die Hoffnung, Chatbots könnten diesen Verlust durch ausgehende Links ausgleichen, erfüllt sich bislang kaum. Zwar wachsen Weiterleitungen aus ChatGPT und ähnlichen Diensten prozentual stark(öffnet im neuen Fenster), das Ausgangsniveau bleibt jedoch niedrig. Chatbot-Verweise machen anderen Studien zufolge(öffnet im neuen Fenster) weniger als ein Prozent der globalen Publisher-Seitenaufrufe aus. Für viele Seitenbetreiber reicht das nicht einmal ansatzweise, um den Verlust aus der klassischen Suche zu kompensieren.


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