KI-Suche: Auch die New York Times verklagt Perplexity

Die New York Times (NYT) hat das KI-Unternehmen Perplexity wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (WSJ) berichtet, wirft die NYT Perplexity in der Klageschrift vor, geschützte Texte zu durchsuchen und deren Inhalt "Wort für Wort oder fast wörtlich" in den eigenen Suchergebnissen wiederzugeben.
Perplexity bietet eine Websuche an, die Nutzern ausformulierte Antworten gibt. Dabei werden laut NYT unberechtigt auch die Texte der Zeitung kopiert und verwendet. Auch sollen Videos, Podcasts und Bilder ohne Erlaubnis verwendet werden. Perplexity soll zudem Informationen erfinden und diese unberechtigterweise der NYT zuschreiben.
Damit verschärft die Zeitung den Streit mit Perplexity, der bereits seit längerem andauert. Im Oktober 2024 hatte die NYT eine Unterlassungserklärung gegen Perplexity erwirkt, eine zweite im Juli 2025. Trotz der beiden Aufforderungen, das geschützte Material nicht zu verwenden, hat Perplexity dies weiter getan.
Perplexity gibt sich gelassen
Das WSJ zitiert Perplexitys CEO Aravind Srinivas mit den Worten: "Wir sind sehr daran interessiert, mit jedem einzelnen Verlag zusammenzuarbeiten. Wir haben kein Interesse daran, hier jemandes Gegenspieler zu sein."
Perplexitys Sprecher Jesse Dwyer äußert sich ebenfalls zur Klage: "Seit hundert Jahren verklagen Verlage neue Technologieunternehmen, angefangen bei Radio, Fernsehen, Internet, sozialen Medien und nun auch KI. Zum Glück hat es nie funktioniert, sonst würden wir alle per Telegraf darüber sprechen."
Einige Medienunternehmen haben Verträge mit KI-Unternehmen abgeschlossen, andere schließen die Zusammenarbeit aus. Die NYT ist nicht die einzige Zeitung, die Perplexity verklagt. Auch das Mutterunternehmen des WSJ, Dow Jones, hat eine Klage gegen Perplexity am Laufen.



