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KI-Strategie: KI-Kommission will Rüstungsgelder für Innovationen nutzen

Die KI-Kommission schlägt vor, Rüstungsgelder in KI zu investieren und einen 300-Milliarden-Euro-Fonds nach Staatsvorbild aufzubauen.
/ Nils Matthiesen
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Rüstungsmilliarden für deutsche KI-Start-ups? (Symbolbild) (Bild: Tara Winstead / Pexels)
Rüstungsmilliarden für deutsche KI-Start-ups? (Symbolbild) Bild: Tara Winstead / Pexels

Die im Herbst 2025 eingesetzte Kommission Wettbewerb und künstliche Intelligenz(öffnet im neuen Fenster) hat am Dienstag ihr Abschlusspapier vorgestellt. Das berichtet Die Zeit(öffnet im neuen Fenster). Nach der Auftaktsitzung am 27. Oktober 2025 erarbeitete das 15-köpfige Gremium demnach über sechs Monate hinweg 20 Handlungsempfehlungen für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Das Ziel ist eine drastische Stärkung des Standorts, um die Abhängigkeit von US-Konzernen zu verringern. Geleitet wurde die Kommission von einem Trio bestehend aus dem Rechtswissenschaftler Rupprecht Podszun, dem Co-CEO von Schwarz Digits, Rolf Schumann, und dem Unternehmer Sebastian Thrun.

Um die technologische Souveränität zu finanzieren, schlägt das Gremium unkonventionelle Wege vor. Ein zentraler Punkt ist die Umwidmung von Verteidigungsmitteln: Teile der regulären Rüstungsausgaben sowie Mittel aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr sollen gezielt in KI-Innovationen fließen.

Synergien zwischen Rüstung und Deep-Tech

Hintergrund dieses Vorschlags ist die wachsende Bedeutung von Robotik und autonomen Systemen in der modernen Verteidigungstechnik. Während internationale Akteure diesen Bereich massiv besetzen, haben es deutsche Start-ups in der sicherheitskritischen Branche aufgrund hoher regulatorischer Hürden schwer. Durch die Kopplung von Militärbudgets und Innovationsförderung könnten laut den Experten beide Sektoren gleichzeitig gestärkt werden.

Neben Branchenvertretern von SAP, Siemens und der Telekom wirkten auch KI-Unternehmer wie Richard Socher (CEO von You.com) an dem Papier mit. Die Experten kritisieren die aktuelle KI-Förderung in Deutschland als zu fragmentiert. Die gewünschte Hebelwirkung bleibe aus, da die Mittel in zu vielen kleinen Programmen versickerten.

Staatsfonds nach internationalem Vorbild

Als Lösung empfiehlt die Kommission das Aufsetzen eines strategischen Investitionsfonds in Höhe von 300 Milliarden Euro, angelehnt an Staatsfonds aus Norwegen oder Singapur. Dieser Fonds soll nicht nur für Wagniskapitalgeber, sondern auch für private Stiftungen, Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen offenstehen. Sogar die Einbindung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge wird im Papier angeregt, um breites Kapital für Investitionen zu mobilisieren.

Flankiert werden die Finanzpläne durch die Forderung nach einer Basis-Infrastruktur. Dies umfasst eigene europäische Rechenzentren sowie eine lokale Chipproduktion. Hierbei solle der Staat als Ankerkunden auftreten, um Anbietern eine Abnahmegarantie zu geben und so marktwirtschaftliche Anreize für den Infrastrukturausbau zu schaffen.


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