KI-Strategie der EU: "Man muss sich nur entscheiden, wen man diskriminiert"

Die EU-Kommission will die Bürger vor Risiken der künstlichen Intelligenz schützen. Für den Informatikprofessor Peter Liggesmeyer stecken im KI-Weißbuch teilweise falsche Vorstellungen von den Möglichkeiten der KI sowie das Problem, Algorithmen nicht von neuronalen Netzen unterscheiden zu können.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern (Bild: Fraunhofer IESE)

Wäre es nicht praktisch, wenn eine künstliche Intelligenz (KI) aus den Bewegungsdaten aller Handynutzer herauslesen könnte, wo mit dem Coronavirus Infizierte am ehesten andere Menschen angesteckt haben könnten? Geht es nach dem Willen der Europäischen Kommission, sollen baldmöglichst viele Europäer von den Segnungen der KI profitieren. Das vor gut zwei Wochen veröffentlichte KI-Weißbuch soll den Rahmen abstecken, wie solche Systeme am besten reguliert werden sollten. Doch leider wirft die Kommission dabei zentrale Begriffe durcheinander und verfolgt fragwürdige Konzepte, wie sich an den Beispielen des autonomen Fahrens und der automatischen Gesichtserkennung zeigt.


Weitere Golem-Plus-Artikel
EU Chips Act: Voll daneben ist auch vorbei
EU Chips Act: Voll daneben ist auch vorbei

Im Dezember könnte sich die EU auf einen Chips Act zur Förderung der Halbleiterindustrie einigen, der bisher komplett am Ziel vorbei plant. Worauf sich die Branche und ihre Kunden gefasst machen müssen.
Eine Analyse von Gerd Mischler


Steuer: Den elektrischen Dienstwagen an der eigenen Wallbox laden
Steuer: Den elektrischen Dienstwagen an der eigenen Wallbox laden

Wer einen elektrischen Dienstwagen zu Hause auflädt, kann die Stromkosten über den Arbeitgeber abrechnen. Wir erläutern, wie das funktioniert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis


USB & DIY: Neues Leben für das NES-Gamepad als USB-Gerät
USB & DIY: Neues Leben für das NES-Gamepad als USB-Gerät

Mit Raspberry Pi Pico und ein wenig Code bekommen alte Eingabegeräte einen zweiten Frühling. Mit Human Interface Devices geht aber noch mehr.
Eine Anleitung von Johannes Hiltscher


    •  /