KI-Strategie der EU: "Man muss sich nur entscheiden, wen man diskriminiert"

Die EU-Kommission will die Bürger vor Risiken der künstlichen Intelligenz schützen. Für den Informatikprofessor Peter Liggesmeyer stecken im KI-Weißbuch teilweise falsche Vorstellungen von den Möglichkeiten der KI sowie das Problem, Algorithmen nicht von neuronalen Netzen unterscheiden zu können.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern (Bild: Fraunhofer IESE)

Wäre es nicht praktisch, wenn eine künstliche Intelligenz (KI) aus den Bewegungsdaten aller Handynutzer herauslesen könnte, wo mit dem Coronavirus Infizierte am ehesten andere Menschen angesteckt haben könnten? Geht es nach dem Willen der Europäischen Kommission, sollen baldmöglichst viele Europäer von den Segnungen der KI profitieren. Das vor gut zwei Wochen veröffentlichte KI-Weißbuch soll den Rahmen abstecken, wie solche Systeme am besten reguliert werden sollten. Doch leider wirft die Kommission dabei zentrale Begriffe durcheinander und verfolgt fragwürdige Konzepte, wie sich an den Beispielen des autonomen Fahrens und der automatischen Gesichtserkennung zeigt.


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