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KI-Strategie der EU: "Man muss sich nur entscheiden, wen man diskriminiert"

Die EU-Kommission will die Bürger vor Risiken der künstlichen Intelligenz schützen. Für den Informatikprofessor Peter Liggesmeyer stecken im KI-Weißbuch teilweise falsche Vorstellungen von den Möglichkeiten der KI sowie das Problem, Algorithmen nicht von neuronalen Netzen unterscheiden zu können.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern
Peter Liggesmeyer vom Fraunhofer IESE in Kaiserslautern (Bild: Fraunhofer IESE)

Wäre es nicht praktisch, wenn eine künstliche Intelligenz (KI) aus den Bewegungsdaten aller Handynutzer herauslesen könnte, wo mit dem Coronavirus Infizierte am ehesten andere Menschen angesteckt haben könnten? Geht es nach dem Willen der Europäischen Kommission, sollen baldmöglichst viele Europäer von den Segnungen der KI profitieren. Das vor gut zwei Wochen veröffentlichte KI-Weißbuch soll den Rahmen abstecken, wie solche Systeme am besten reguliert werden sollten. Doch leider wirft die Kommission dabei zentrale Begriffe durcheinander und verfolgt fragwürdige Konzepte, wie sich an den Beispielen des autonomen Fahrens und der automatischen Gesichtserkennung zeigt.

Das gut 30-seitige Weißbuch (PDF) soll ein "Konzept für Exzellenz und Vertrauen" entwerfen. Anders gesagt: Die Systeme der künstlichen Intelligenz sollen gleichzeitig hervorragend funktionieren und vertrauenswürdig sein. Letzteres sowohl in technischer als auch in rechtlicher Hinsicht. Das klingt alles ganz gut. Doch wie soll das umgesetzt werden? Und wie soll die KI diese hochgesteckten Erwartungen erfüllen?

Falsche Assoziationen durch KI-Begriff

"KI-Systeme haben das Potenzial, zur Bewältigung der drängendsten Probleme wie Klimawandel und Umweltzerstörung beizutragen", heißt es in dem Weißbuch. Was die Politik in den vergangenen 50 Jahren nicht annähernd geschafft hat, soll mit Hilfe schlauer Computer endlich möglich werden.

Für Peter Liggesmeyer liegt ein Teil des Hypes um die künstliche Intelligenz in dem Begriff selbst begründet. "Wenn KI-Systeme als 'neuronale statistische Datenanalysen' bezeichnet würden, was der Realität wesentlich näher käme, dann würde sich wahrscheinlich keiner Gedanken darüber machen", sagt der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern im Gespräch mit Golem.de und fügt hinzu: "Das wäre dann zwar ein sperriges Wort und nur etwas für die Spezialisten. Jetzt heißt es aber unglücklicherweise KI und das erweckt bei vielen Menschen die Assoziation zu Filmen wie etwa I, Robot". Das sei ein großer Teil der Bredouille, "in der wir mit der KI im Moment stecken".

Machen Daten Algorithmen klüger?

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So ist die Politik ganz begeistert von der KI. "Einfach ausgedrückt ist KI ein Bestand an Technologien, die Daten, Algorithmen und Rechenleistung kombinieren", heißt es im Weißbuch. Daher sei es für künftige politische Initiativen wichtig, "Klarheit in Bezug auf die wichtigsten Elemente, aus denen sich KI zusammensetzt, d. h. 'Daten' und 'Algorithmen', zu schaffen".

Für Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen steht schon fest: "Je mehr Daten wir haben, desto klüger werden unsere Algorithmen." Das ist genauso vereinfacht wie die Aussage: Je mehr Geld ein Ministerium für Berater ausgibt, desto besser wird die Politik.

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Begriffsverwirrung bei Politikern 
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Kaiser Ming 13. Mär 2020

auch wenn sie Anfangs gut gemeint ist führt zu Entwicklungshemmnissen und das wiederum...

Kaiser Ming 13. Mär 2020

Genau das war aber hier nicht die Frage

PerilOS 10. Mär 2020

...am Ende des Tages geht es um die Qualifizierung von Daten. Wenn die Daten schon...

wanne 10. Mär 2020

Die Frage ist halt was "stimmen" ist. Das erste Problem an Diskriminierung ist, dass...

Auspuffanlage 10. Mär 2020

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