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KI statt Sneaker: Allbirds kündigt Radikalumbau an - Aktie schnellt hoch

Vom Schuhverkäufer zum Serververmieter: So lautet die neue Strategie des einst gefeierten Nachhaltigkeitslabels Allbirds, jetzt Newbird AI.
/ Andreas Donath
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Allbirds-Logo (Bild: Unsplash)
Allbirds-Logo Bild: Unsplash

Der börsennotierte Schuhhersteller Allbirds(öffnet im neuen Fenster) hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster), sich vollständig aus dem Schuhgeschäft zurückzuziehen und künftig als NewBird AI KI-Recheninfrastruktur anzubieten. Das berichtete CNBC(öffnet im neuen Fenster). Das Unternehmen will Hochleistungshardware ankaufen und diese mit langfristigen Leasingverträgen an Kunden vermieten – eine Lücke, die laut Allbirds weder Spotmärkte noch große Cloud-Anbieter zuverlässig schließen.

Die Ankündigung ließ die Aktie um mehr als 580 Prozent steigen, von weniger als 3 US-Dollar auf rund 17 US-Dollar. Zur Finanzierung des Umbaus soll eine Kapitalrunde von bis zu 50 Millionen US-Dollar folgen, voraussichtlich im zweiten Quartal 2026.

Schuhmarke und Läden bereits abgewickelt

Im Februar 2026 schloss Allbirds alle US-Filialen, im vergangenen Monat verkaufte das Unternehmen seine Markenrechte sowie verbliebene Vermögensgegenstände für 39 Millionen US-Dollar an die Markenverwaltungsfirma American Exchange Group, die den Namen Allbirds weiterführen will.

Was bleibt, ist eine Börsennotierung mit einem Marktwert von gerade einmal 21 Millionen US-Dollar – weit entfernt von den mehr als 4 Milliarden US-Dollar, die das 2015 von Tim Brown und Joey Zwillinger gegründete Unternehmen einst auf dem Papier wert war. Zwischen 2022 und 2025 brach der Umsatz von 298 Millionen auf rund 152 Millionen US-Dollar ein.

Bekanntes Muster am Kapitalmarkt

Das Muster ist nicht neu: Während des Krypto-Booms reinszenierten sich zahlreiche angeschlagene Unternehmen als Blockchain-Pioniere, um Kursgewinne zu erzielen. Heute zieht der KI-Infrastruktur-Hype, angetrieben unter anderem durch Nvidias Aufstieg mit einem Börsenwert von fast 5 Billionen US-Dollar, ähnliche Nachahmer an.

KI-Infrastruktur ist jedoch kapitalintensiv und technisch anspruchsvoll. Ob ein Unternehmen mit dem Hintergrund eines Schuhverkäufers dort ernsthaft Fuß fassen kann, bleibt offen – die Investoren wetten vorerst darauf.


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