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KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence

Der CDU-Politiker Amthor fungierte als Lobbyist für das KI-Startup Augustus Intelligence. Warum sich die Regierung mit der Firma traf, ist weiter unklar.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Der CDU-Politiker Philipp Amthor machte Lobbyarbeit für Augustus Intelligence.
Der CDU-Politiker Philipp Amthor machte Lobbyarbeit für Augustus Intelligence. (Bild: Odd Andersen /AFP/Getty Images)

Nach Angaben der Bundesregierung hat es in den vergangenen Jahren vier offizielle Treffen zwischen Ministerien und Vertretern des dubiosen New Yorker Startups Augustus Intelligence gegeben. Das geht aus einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Martina Renner hervor, die von Renner auf Twitter veröffentlicht wurde. Die Regierung hatte mehrfach die Frist zur Beantwortung der am 15. Juni 2020 gestellten Frage verstreichen lassen und um Verlängerung gebeten. Die nun genannten Treffen waren jedoch vorher schon bekanntgewesen.

Inhalt:
  1. KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence
  2. Zweifel an Produkten und Qualifikation

Das Startup war Anfang Juni 2020 in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor Lobbyarbeit für das Unternehmen gemacht hat und persönlich davon profitiert haben soll. Amthor räumte anschließend ein, damit einen Fehler begangen zu haben.

Doch in den vergangenen Jahren war es dem Startup mit Hilfe der Kontakte in die Bundespolitik gelungen, Zugang zu höchsten Regierungsvertretern zu erhalten. So bestätigte die Regierung nun eine erste Videokonferenz zwischen dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Christian Hirte (CDU), und dem Augustus-Geschäftsführer Wolfgang Haupt am 20. November 2018. Anschließend folgte ein Termin mit Haupt und dessen Chief Technology Officer Pascal Weinberger am 26. November 2018 "unter Anwesenden".

Treffen mit Verkehrsminister Scheuer

Auch im Bundesverkehrsministerium unter Minister Andreas Scheuer (CSU) gab es demnach zwei offizielle Treffen. Das Ministerium habe einen "Aktionsplan Digitialisierung und Künstliche Intelligenz" erarbeitet und sich in diesem Zusammenhang mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgetauscht. Daher habe es am 26. September 2018 auch ein Treffen mit Augustus Intelligence gegeben, bei dem die Firma von Haupt und Weinberger vertreten worden sei. "Es war ein reiner Gedankenaustausch, bei dem auch die Deutsche Bahn, Bosch, Cargonex, BMW, die Deutsche Telekom und weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung und Wissenschaft dabei waren", schreibt die Regierung.

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Allerdings habe es vor dem Expertengespräch schon am 9. Juli 2018 mit Haupt und Weinberger im Verkehrsministerium ein erstes Kennenlerngespräch gegeben, an dem auch Scheuer teilgenommen habe.

Die Regierung räumt jedoch einleitend ein, dass die Angaben "auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen" erfolgten. Es bestehe keine Pflicht zur Erfassung sämtlicher Kontakte und Telefonate. Daher seien diesbezügliche Daten "möglicherweise nicht vollständig". Zudem könnten nur solche Kontakte berücksichtigt werden, bei denen Vertreter des Unternehmens offiziell als solche in Erscheinung getreten seien. Abschließend heißt es: "Das Unternehmen Augustus Intelligence Inc. erhielt und erhält keine Förderung oder sonstige finanzielle Unterstützung des Bundes."

Doch was wollte das Startup der Regierung eigentlich verkaufen?

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Zweifel an Produkten und Qualifikation 
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derdiedas 14. Jul 2020 / Themenstart

Zitat von Hagen Rether

McDagobertus 08. Jul 2020 / Themenstart

Mal abgesehen vom nötigen Loggyregister. Politiker haben einen Job und den...

Michael H. 08. Jul 2020 / Themenstart

Wobei mich das persönlich schon etwas stört... auch wenns vielleicht ne unpopuläre...

devarni 08. Jul 2020 / Themenstart

Er weiss ganz genau das er mit seinem Wissen und Können in der freien Wirtschaft keine...

TrollNo1 08. Jul 2020 / Themenstart

Er fängt einfach sehr viel früher an mit diesen Praktiken. Deswegen habe ich ja...

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