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Zweifel an Produkten und Qualifikation

In den vergangenen Wochen ist zudem angezweifelt worden, ob Augustus Intelligence tatsächlich über das Know-how und die entsprechenden Produkte verfügt, um KI-basierte Lösungen anbieten zu können. Schon Anfang März 2020 hatte der Spiegel über eine Klage berichtet, in der ehemalige Mitarbeiter dem Unternehmen die Täuschung von Investoren vorwarfen. "Ziehen Sie den Vorhang beiseite", dann werde sichtbar, dass die Geschäftspraktiken von Augustus Intelligence von "Betrug, Illegalität und Korruption durchdrungen" seien, zitiert der Spiegel aus einer Klage vor dem New York Southern District Court.

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Zudem wurden Zweifel an der Qualifikation der Firmenvertreter laut. So wurde dem angeblichen KI-Wunderkind Pascal Weinberger vorgeworfen, seinen Lebenslauf auf Linkedin geschönt zu haben. Demnach soll er als Ingenieur für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bei Google gearbeitet haben. Doch Google erklärte auf Anfrage von Golem.de, dass Weinberger dort weder als festangestellter noch als zeitlich befristeter Mitarbeiter jemals gearbeitet habe. Anfragen von Golem.de zu seinem Lebenslauf ließ Weinberger bislang unbeantwortet. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hatte er gesagt, er habe über einen externen Anbieter mit Google gearbeitet und könne wegen strenger Geheimhaltung nicht mehr dazu sagen.

Geschönte Angaben im Lebenslauf Weinbergers

Darüber hinaus behauptet Weinberger, dass er für das Max-Planck-Institut (MPI) für Hirnforschung in Frankfurt am Main geforscht habe. Auf Anfrage von Golem.de teilte das Institut hingegen mit, "Herr Weinberger war zu keinem Zeitpunkt auf ein Forschungsprojekt angesetzt und nicht am MPI für Hirnforschung angestellt. Darüber hinaus hat Herr Weinberger NICHT am Institut gearbeitet oder geforscht." Er sei lediglich für kurzen Zeitraum Praktikant in der Abteilung von Professor Wolf Singer gewesen, "um in die Thematik der Neurophysiologie reinzuschnuppern". Auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) verneinte auf Anfrage von Golem.de, dass Weinberger für eine dortige Forschungsgruppe oder als Forschungspraktikant tätig gewesen sei.

Unzutreffend ist zudem die Angabe, für Arabesque Asset Management von April 2016 bis Februar 2017 in London gearbeitet zu haben. Die Vermögensverwaltung teilte auf Anfrage von Golem.de mit, Weinberger sei von Juli 2016 bis Ende Januar 2017 in ihrem Frankfurter Büro im quantitativen Forschungsteam tätig gewesen. Dort habe er hauptsächlich an der Visualisierung von Prozessen und Daten gearbeitet.

Selbst seine Angaben zu Augustus Intelligence auf Linkedin sind unstimmig. So gibt er an, von "Anfang 2019" bis März 2020 der Firma angehört zu haben. Allerdings fallen sämtliche Treffen mit der Bundesregierung in das Jahr 2018. Dennoch wurde Weinberger weltweit auf KI-Konferenzen als Experte herumgereicht und saß auch in der Jury des vom Axel-Springer-Verlag ausgelobten Deutschen KI-Preises. In diesem Zusammenhang verwundert es fast schon nicht mehr, dass ein Unternehmen wie Augustus Intelligence mit Weltkonzernen wie Bosch, BWM und Deutscher Telekom beim Verkehrsministerium an einem Tisch saß. Die Lobbyarbeit von Abgeordneten wie Amthor scheint gute Früchte getragen zu haben.

Aktienoptionen angeblich 250.000 Euro wert

Auch für Amthor hätte sich die Tätigkeit auszahlen können. Einem Bericht des Handelsblatt zufolge wären seine Aktienoptionen 250.000 US-Dollar wert gewesen. Nach Bekanntwerden des Skandals soll er seine Optionen jedoch zurückgegeben haben. Laut Bundestagsverwaltung sei die Übertragung von Aktienoptionen als Nebeneinkunft von Abgeordneten nicht anzeigepflichtig.

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 KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence
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derdiedas 14. Jul 2020

Zitat von Hagen Rether

McDagobertus 08. Jul 2020

Mal abgesehen vom nötigen Loggyregister. Politiker haben einen Job und den...

Michael H. 08. Jul 2020

Wobei mich das persönlich schon etwas stört... auch wenns vielleicht ne unpopuläre...

devarni 08. Jul 2020

Er weiss ganz genau das er mit seinem Wissen und Können in der freien Wirtschaft keine...

TrollNo1 08. Jul 2020

Er fängt einfach sehr viel früher an mit diesen Praktiken. Deswegen habe ich ja...


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