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KI-Start-up: China verbietet Milliardenkauf von Manus durch Meta

Meta hat das KI-Start-up Manus bereits integriert. Ob das späte Verbot noch umgesetzt werden kann und welche Konsequenzen das hat, ist strittig.
/ Achim Sawall
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Manus kündigte die Übernahme im Dezember 2025 in seinem Blog an. (Bild: Manus)
Manus kündigte die Übernahme im Dezember 2025 in seinem Blog an. Bild: Manus

Chinas Regierung hat Meta angewiesen, die Übernahme des chinesischen KI-Unternehmens Manus in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar rückgängig zu machen. Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (National Development and Reform Commission, NDRC) hat am 27. April 2026 erklärt, sie werde "ausländische Investitionen" in Manus untersagen und habe in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen "die beteiligten Parteien aufgefordert, die Übernahmetransaktion rückgängig zu machen".

Das in China gegründete Start-up Manus verlegte seinen Sitz im vergangenen Jahr nach Singapur. Meta begann bereits damit, Software von Manus zu integrieren.

Wie die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, ist unklar, wie die Übernahme zu einem derart späten Zeitpunkt überhaupt noch rückgängig gemacht werden könne. Die Entscheidung könnte in erster Linie als Warnung für ähnliche künftige Transaktionen gedacht sein, sagte die Quelle. In der Realität sei es schwierig, das bereits abgeschlossene Geschäft wieder aufzuheben.

China droht mit Sanktionen gegen Zuckerbergs Konzern

Die Ankündigung erfolgte im Vorfeld eines für den kommenden Monat erwarteten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping, bei dem die beiden Staatschefs die seit langem bestehenden Spannungen durch den Handelskrieg zwischen den Supermächten erörtern werden.

Die chinesischen Regulierungsbehörden hatten bereits im Januar Untersuchungen aufgenommen, um zu prüfen, ob die Übernahme von Manus durch den Social-Media-Konzern Meta gegen Chinas Investitionsvorschriften verstoßen habe.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person teilte mit, dass Chinas Regierung den beiden Unternehmen unmissverständlich klargemacht habe, das Geschäft vollständig rückabzuwickeln – einschließlich der Rückzahlung der Kaufsumme, der erneuten Registrierung der Eigentumsverhältnisse sowie der sofortigen Einstellung der Nutzung des Manus-Algorithmus durch Meta.

Andernfalls könnten Sanktionen gegen Meta verhängt werden, deren Aktivitäten in China könnten eingeschränkt und gegebenenfalls strafrechtliche Schritte gegen die involvierten Personen eingeleitet werden. Ein Meta-Sprecher erklärte: "Die Transaktion stand vollumfänglich im Einklang mit dem geltenden Recht. Wir erwarten einen angemessenen Abschluss der Untersuchung."

Meta kaufte Ende Dezember 2025 das ursprünglich aus China stammende Start-up für zwei Milliarden US-Dollar. Manus hatte im März 2025 mit einem KI-Agenten Aufsehen erregt, der komplexe Recherchen erledigen, Planungen übernehmen und Entscheidungen unterstützen könne.


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