KI-Sozialismus: Sam Altman will US-Bürger an KI-Boom beteiligen
OpenAI-CEO Sam Altman hat der US-Regierung vorgeschlagen, dass KI-Unternehmen etwa fünf Prozent ihres Eigenkapitals in einen Fonds einbringen sollen, der nach dem Vorbild des Alaska Permanent Fund funktionieren soll. Letzterer investiert die Öleinnahmen des US-Bundesstaats in Aktien und zahlt die Dividenden an die Einwohner aus.
Laut Informationen der Financial Times (FT)(öffnet im neuen Fenster) sollen sich die Gespräche zwischen Altman und der US-Regierung noch in einer frühen, konzeptionellen Phase befinden. Neben US-Handelsminister Howard Lutnick und US-Finanzminister Scott Beesent soll Altman auch mit dem demokratischen Senator Bernie Sanders gesprochen haben. Sanders spricht sich für einen deutlich höheren Anteil von fast 50 Prozent an den KI-Unternehmen aus.
Altman sieht eine staatliche Beteiligung als Möglichkeit, die Beziehungen zur US-Regierung zu verbessern, so wie es bei Intel geschah, nachdem die US-Regierung eine Beteiligung in Höhe von zehn Prozent an dem Chiphersteller übernommen hatte.
Unklar, ob Meta und Google sich beteiligen würden
Kritiker werten Altmans Vorschlag hingegen als Versuch, dem wachsenden politischen Druck zu begegnen, der durch Bedenken gegenüber dem Bau von Rechenzentren sowie den möglichen Auswirkungen von KI auf Arbeitsplätze und die Cybersicherheit entsteht.
Neben OpenAI äußerte auch Anthropic bereits ähnliche Vorschläge in wirtschaftspolitischen Gesprächen. Es ist aber unklar, ob auch Konzerne wie Google oder Meta dazu bereit wären, Anteile an ihren Unternehmen abzugeben.
Sowohl OpenAI als auch Anthropic bereiten sich auf Börsengänge vor, was den Unternehmen große Gewinne einbringen würde. Die Beteiligung eines staatlichen Fonds würde als Mechanismus fungieren, diese Gewinne breiter zu verteilen. Für die Umsetzung derartiger Pläne wäre aber ein entsprechendes Gesetz notwendig, dem der US-Kongress zustimmen muss.
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