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KI: Sony präsentiert Kamerasensoren mit künstlicher Intelligenz

Sonys neue Kamerasensoren haben die KI -Verarbeitung direkt eingebaut - dadurch sinkt die Verarbeitungslatenz und erhöht sich der Datenschutz .
/ Tobias Költzsch
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Links der IMX500, rechts der IMX501 von Sony (Bild: Sony)
Links der IMX500, rechts der IMX501 von Sony Bild: Sony

Sony(öffnet im neuen Fenster) hat zwei neue Kamerasensoren vorgestellt, die dank eingebauter KI-Verarbeitung erfasste Informationen verarbeiten und auswerten können. Sony zufolge handelt es sich beim IMX500 und IMX501 um die ersten Bildsensoren mit eingebauter künstlicher Intelligenz.

Beim IMX500 handelt es sich um den reinen Bildsensor, das Modell IMX501 ist das Komplettpaket, das den IMX500 als zentrales Element montiert hat. Der Sensor hat eine Auflösung von 12,3 Megapixeln. Die KI-Datenverarbeitung ist in einer zweiten Schicht unter dem Bildsensor montiert.

Die neuen Chips eignen sich beispielsweise für Überwachungskameras und Kameras in Geschäften, die Optimierungsinformationen liefern sollen. Dank der eingebauten KI soll die Verarbeitungsgeschwindigkeit steigen, da Latenzen beim Transport der Bildinformationen zu einem externen KI-Chip oder in die Cloud entfallen.

Eingebaute KI-Verarbeitung soll Datenschutz erhöhen

Der Wegfall der Datenübertragung in eine Cloud soll zudem den Datenschutz erhöhen. Dem Datenschutz trägt auch der Umstand Rechnung, dass die vom KI-Chip ermittelten Informationen als Metadaten ausgegeben werden können - das für die Bearbeitung verwendete Bildmaterial muss entsprechend gar nicht ausgegeben werden. Neben den Metadaten können die neuen Chips auch das normale Bild ausgeben, ein Bild im ISP-Ausgabeformat sowie nur den Bereich des Bildes, der für die KI-Verarbeitung verwendet wurde.

Nutzer können verschiedene KI-Modelle wählen, die neuen Bildsensoren haben einen beschreibbaren Speicher. So lassen sich die Bildsensoren je nach Aufgabenbereich anpassen. Sollten beispielsweise in einem Geschäft mehrere Kameras mit dem IMX500 oder IMX501 verwendet werden, kann eine zur Erstellung von Wärmebildern verwendet werden, eine andere hingegen zur Erfassung von fehlenden Artikeln im Regal. Videos sollen dank der integrierten KI-Verarbeitung in Echtzeit analysiert werden können.

Der IMX500 ist Sony zufolge bereits als Muster erhältlich und kostet ohne Steuern 10.000 Yen. Das sind umgerechnet knapp 87 Euro. Der IMX501 soll ab Juni 2020 als Muster erhältlich sein und kostet 20.000 Yen, also knapp über 173 Euro.


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