KI soll Produktivität steigern: HP entlässt fast 10 Prozent der Belegschaft

Der PC- und Druckerhersteller HP plant die Entlassung von 4.000 bis 6.000 Angestellten, was zwischen sieben und zehn Prozent der Mitarbeiterzahl entspricht. Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) , gab der CEO Enrique Lores diese Pläne während der Präsentation der Ergebnisse des vierten Quartals bekannt.
Lores erklärte, dass die im Jahr 2022 begonnenen Maßnahmen zur Kostensenkung zwar mit Einsparungen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar erfolgreich abgeschlossen wurden, es aber noch weiteres Potenzial gebe. Daher sei das Ziel, in den nächsten drei Jahren eine Milliarde US-Dollar einzusparen.
Im Quartalsbericht(öffnet im neuen Fenster) heißt es zudem, man wolle "die Steigerung der Kundenzufriedenheit, Produktinnovation und Produktivität durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz" erreichen. Mit KI-Anwendungen erzielten interne Teams "bessere Ergebnisse " und steigerten ihre Produktivität um 16 Prozent, so Lores.
Hohe Speicherkosten gefährden Geschäftsjahr 2026
Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz von HP auf 10,8 Milliarden US-Dollar und wuchs damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent. Die Umsatzsteigerungen sind vor allem auf PC-Verkäufe zurückzuführen, das Geschäft mit Druckern sank um vier Prozent.
Für das nächste Jahr wird befürchtet, dass steigende Speicherpreise das Geschäftsjahr erschweren . "Die Speicherkosten machen derzeit 15 bis 18 Prozent der Kosten eines typischen PCs aus" , sagte Lores und fügte hinzu: "Ein Anstieg war zwar erwartet worden, hat sich aber in den letzten Wochen beschleunigt" .
Zwar könne der Konzern diese Preissteigerungen kompensieren, dies gehe aber auf Kosten der Margen, heißt es im Geschäftsbericht dazu. Neben Anpassungen bei der Auswahl kostengünstiger Lieferanten und reduzierter Speicherkonfigurationen in den Produktangeboten schließt HP auch Preiserhöhungen nicht aus.



