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Mit einer Telesan-App sollen Einsatzkräfte "auf Funktionen der Telemedizin, wie den Teleanruf, aber auch auf Katastrophenmedizin-Leitlinien und eine digitale Dokumentation" zugreifen können(öffnet im neuen Fenster) . Die Telemedizin soll Patienten selbst in schwer zugänglichen oder kontaminierten Gebieten erreichen. Medizinisches Personal soll so Diagnosen stellen, Behandlungen empfehlen und Vitalparameter in Echtzeit erhalten können.

Der stellvertretende Leiter des Acutecare Innovationhub an der Uni-Klinik RWTH Aachen, Andreas Follmann, sagte, dass Telemedizin ein wichtiger Schritt in der Digitalisierung des Bevölkerungsschutzes sei, der den Mangel an hochqualifiziertem medizinischem Personal kompensiere und dennoch eine hohe Behandlungsqualität erhalte.

Logistik, Resilienz und Infrastruktur

Die Digitalisierung betrifft aber nicht nur Kommunikation und Datenauswertung, sondern auch logistische Prozesse. Auch hier geht es wieder um Drohnen zur Lageanalyse, aber auch um die Verbesserung von Logistik durch digitale Plattformen(öffnet im neuen Fenster) .

Ein Beispiel für digitale Führungsunterstützung ist das Elektronische Lagedarstellungssystem (ELD-BS) des Landes Baden-Württemberg. Wie die Fraunhofer-Partner und das Innenministerium schreiben, unterstützt das ELD-BS Kommunikation und den Datenaustausch zwischen Ministerium, Landratsämtern und Katastrophenschutzbehörden, liefert eine zentrale Lageübersicht und bietet Werkzeuge für Evakuierungs- und Unterkunftsplanung. Beteiligte berichteten, dass das System seit seiner Erweiterung 2018/2019 weithin im Einsatz sei und dank des Moduls Zeus auch Evakuierungen und Unterbringung verwalte(öffnet im neuen Fenster) .

Ein Zentrum für mehr Resilienz

Auf politischer Ebene wurde zudem im April 2025 eine Absichtserklärung für das erste nationale Zentrum für digitale Resilienz in Katastrophen unterzeichnet, das Deutschland angesichts von Naturkatastrophen, Cyberangriffen und hybriden Bedrohungen widerstandsfähiger machen soll(öffnet im neuen Fenster) . Der Aufbau wird wissenschaftlich von dem Loewe-Projekt Emergencity begleitet, das resiliente Strukturen für smarte Städte erforscht(öffnet im neuen Fenster) .


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