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KI: Sam Altman wettert gegen Musks Weltraum-Rechenzentren

Sam Altman hält weltraumgestützte Rechenzentren für eine absurde Idee – und widerspricht damit öffentlich seinem früheren Mitstreiter Elon Musk .
/ Andreas Donath
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Start von Starlink-Satelliten mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX (Bild: SpaceX)
Start von Starlink-Satelliten mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX Bild: SpaceX

Sam Altman hat weltraumgestützte Rechenzentren als "lächerliche," kurzfristige Lösung für das Energieproblem der KI bezeichnet und damit den Ideen, die Elon Musk äußerte, widersprochen. Die Äußerungen fielen im Rahmen von Express Adda, einer Gesprächsreihe des Indian Express(öffnet im neuen Fenster) .

Musk argumentierte, dass mit Solarenergie betriebene Satelliten die Stromnetzprobleme umgehen könnten, die die Entwicklung auf der Erde seiner Meinung nach einschränken. Dies passt gut zu seinen Interessen bei SpaceX – was es nicht automatisch falsch macht.

Warum überhaupt über den Weltraum gesprochen wird

Die Internationale Energiebehörde IEA prognostizierte, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2026 verdoppeln könnte.

Erneuerbare Energien lassen sich ohne Stromspeichermöglichkeiten nicht sauber skalieren. Einige Betreiber kehren stillschweigend zu fossilen Brennstoffen zurück und der teilweise geplante Bau von Kernkraftwerken dauert Jahre bis hin zu Jahrzehnten. Vor diesem Hintergrund klingt die Idee von Satelliten, die ständig der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind – keine Wolken, keine Nacht -, nicht völlig absurd, ist jedoch nicht sinnvoll .

Altman bezeichnete das bevorstehende SpaceX-xAI-Projekt(öffnet im neuen Fenster) dementsprechend auch als "das wahrscheinlich teuerste und komplexeste Infrastrukturprojekt, das die Welt jemals gemeinsam in Angriff genommen hat" . Er glaube nicht, dass die Verfrachtung von Rechenzentren in den Weltraum in diesem Jahrzehnt die Lösung sei, nannte selbst aber auch keine Lösung.

Altman und Musk gehen getrennte Wege

Musk und Altman haben eine gemeinsame Geschichte. Musk gründete OpenAI 2015 gemeinsam mit Altman, als die Organisation noch eine gemeinnützige Einrichtung war, die auf der Prämisse basierte: Kein einzelnes Unternehmen soll transformative KI kontrollieren.

Musk verließ den Vorstand 2018, angeblich wegen eines Konflikts mit Tesla. Nach seinem Ausscheiden stellte OpenAI auf ein Modell mit Gewinnbegrenzung um, nahm Milliarden von Microsoft an und verlangte Geld für den Zugang zu seinen besten KI-Modellen. Musk klagte und behauptete, die Organisation habe ihre Gründungsmission aufgegeben. Im Jahr 2023 gründete er xAI, das Grok entwickelt.


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