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KI, Robotik und mehr: Amazon will dieses Jahr 200 Milliarden US-Dollar investieren

Amazon hat gewaltige Investitionen angekündigt, unter anderem in KI und Robotik . An der Börse reagiert die Aktie mit Kursverlusten.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Die Amazon-Aktie gab nach Bekanntgabe der geplanten Investitionen nach. (Bild: JONAS ROOSENS/BELGA MAG/AFP via Getty Images)
Die Amazon-Aktie gab nach Bekanntgabe der geplanten Investitionen nach. Bild: JONAS ROOSENS/BELGA MAG/AFP via Getty Images

Amazon übertrifft bei geplanten Investitionen selbst seine ausgabefreudigen Rivalen: Das Unternehmen will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar – aktuell rund 170 Milliarden Euro – in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Die Aktie fiel nach der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) im frühen US-Handel um fast acht Prozent. Am Vortag hatte sie im nachbörslichen Handel teilweise zweistellig verloren.

Laut Amazon-Chef Andy Jassy soll der Großteil des Geldes in den Ausbau der KI-Infrastruktur investiert werden. Der Konzern rechne langfristig mit einer profitablen Geldanlage. Amazon ist stark im Geschäft mit Cloud-Speicher – und profitiert damit auch vom Boom bei künstlicher Intelligenz. Der Umsatz der Cloud-Sparte AWS wuchs im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Im Cloudgeschäft von AWS habe der Konzern mit der Wachstumsbeschleunigung zwar solide abgeschnitten, schrieb der Analyst Brad Erickson von der kanadischen Bank RBC. Der Ausblick auf die Investitionsausgaben sei jedoch höher ausgefallen, als jeder erwartet habe.

KI ist beliebt als Investitionsobjekt

Auch andere Tech-Unternehmen investieren massiv in den Ausbau der KI-Kapazitäten. Alphabet kündigte für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an, Meta plant mit 115 bis 135 Milliarden US-Dollar. Zugleich ist nach wie vor offen, ob sich die gewaltigen Investitionen in KI-Technologie und die Infrastruktur langfristig rentieren werden.

Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon über die Cloud-Sparte und das gute Handelsgeschäft. Im vergangenen Quartal wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden US-Dollar, der Gewinn liegt bei 21,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es 20 Milliarden US-Dollar.

Gedrückt wurde der Gewinn durch Sonderkosten von 1,1 Milliarden Dollar unter anderem für die Beilegung eines Steuerstreits in Italien. Die Schließung von Lebensmittelläden unter den Marken Amazon Fresh und Amazon Go in den USA ergab eine Belastung von 610 Millionen Dollar.


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