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KI-Rechenzentrum: xAI baut nutzlose Lärmschutzwand für 7 Millionen US-Dollar

Anwohner eines xAI- Rechenzentrums berichten von dauerhafter Lärmbelästigung und wollen den Bau permanenter Anlagen verhindern.
/ Mike Faust
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Proteste gegen das xAI-Rechenzentrum in Memphis, Tennessee am 17. Juni 2025 (Bild: USA TODAY Network via Reuters Connect)
Proteste gegen das xAI-Rechenzentrum in Memphis, Tennessee am 17. Juni 2025 Bild: USA TODAY Network via Reuters Connect

Das US-Unternehmen xAI hat für sein Rechenzentrum in Southaven im US-Bundesstaat Mississippi eine Lärmschutzwand errichtet, die Anwohner vor den Geräuschen der dort für die Stromversorgung betriebenen Gasturbinen schützen soll. Wie NBC News berichtet(öffnet im neuen Fenster) , trägt die Lärmschutzwand, die 7 Millionen US-Dollar gekostet haben soll, allerdings kaum zu einer Reduzierung der Geräuschemissionen bei.

Anwohner beschreiben in dem Bericht, dass der Betrieb der 27 temporären Gasturbinen Tag und Nacht erfolgt und von plötzlich auftretenden Knall- und Platzgeräuschen sowie einem dauerhaften Brummen begleitet ist. Die Lärmschutzwand wird dabei scherzhaft als Temu-Lärmwand bezeichnet.

Die temporären Gasturbinen wurden von xAI zunächst ohne Genehmigung der Gemeinde installiert. Letztere erteilte aber später die Erlaubnis, dass die Gasturbinen für 12 Monate ohne weitere Genehmigungen betrieben werden dürfen. Das Unternehmen beantragte zudem, 41 für den permanenten Betrieb gedachte Gasturbinen installieren zu dürfen.

Weitere Proteste sollen Genehmigung verhindern

Anwohner befürchten nun, dass die permanenten Turbinen ebenso laut sein könnten wie die temporären. Hinzu kommen Bedenken, dass mehr Abgase in das umliegende Gebiet mit Wohnhäusern, Parks und Schulen gelangen könnten.

Bereits im Januar erklärte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA , dass der Betrieb der Anlagen von xAI unter US-Bundesrecht falle und somit Luftreinhaltegenehmigungen erfordere. Das Unternehmen hatte sich zuvor auf örtliche Vorschriften berufen, die den temporären Betrieb der Gasturbinen ohne Genehmigung erlaubten.

Umweltschutzgruppen und Bürgerverbände, die bereits seit Längerem gegen die Rechenzentren von xAI in Southaven und dem angrenzenden Memphis vorgehen, hoffen nun, dass die Genehmigungsbehörden die Installation der dauerhaften Turbinen verweigern, wenn genug Anwohner dagegen protestieren.

In Deutschland stimmte die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Gerau im Februar 2026 gegen die Ansiedlung eines großflächigen Rechenzentrums . Hierbei war für Anwohner allerdings die Größe des Projekts für den Widerstand ausschlaggebend.


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