KI-Rechenzentren: Bürgerrechtler verklagen xAI wegen Gasturbinen-Kraftwerk
Die Bürgerrechtsorganisation NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) verklagt xAI wegen Umweltverschmutzung eines vorwiegend von Afroamerikanern bewohnten Viertels von Memphis, Tennessee. Wie der Guardian(öffnet im neuen Fenster) berichtet, wurde die Klage beim Bundesgericht in Mississippi eingereicht.
Hintergrund ist die Stromerzeugung für die Datencenter von xAI in Memphis, die mithilfe von Gasturbinen den notwendigen Strom erzeugen. Die behelfsmäßige Stromerzeugungsanlage, wegen der xAI nun verklagt wird, steht in Southaven, Mississippi, direkt an der Stadtgrenze zu Memphis, das bereits im Bundesstaat Tennessee liegt.
Die NAACP und betroffene Anwohner werfen xAI vor, mit dem Betrieb der Gasturbinen das Viertel zu verschmutzen und gegen lokale Umweltauflagen zu verstoßen. Die bis zu 27 Gasturbinen seien illegal installiert worden und würden tonnenweise Stickoxide sowie andere Chemikalien wie Formaldehyd im Jahr ausstoßen. Die Turbinen sind so groß wie ein Lkw-Anhänger.
Probleme mit Stromanlagen sind bekannt
Bei der Klage geht es um eine andere Gasturbinenanlage als bisher. Elon Musks xAI hatte bereits in der Vergangenheit Probleme mit Bürgerrechtsorganisationen und Anwohnern wegen anderer Anlagen in Memphis. So hatte das South Environmental Law Center (Selc), das die NAACP im neuen Fall auch vor Gericht vertritt, bereits im April 2025 festgestellt, dass xAI an einem anderen Standort mehr Gasturbinen als erlaubt betreibt.
Der Bürgermeister von Memphis, Paul Young, hatte damals erklärt, dass nur so viele Turbinen verwendet würden, wie erlaubt seien. Die Selc hatte mittels Luftüberwachungsbildern aber gezeigt, dass bis zu 33 Gasturbinen im Betrieb waren.
Ein Abgeordneter des Bundesstaats Tennessee, Justin Pearson, wirft Young sowie dem Bürgermeister von Shelby County, Lee Harris, vor, ihre Jobs nicht zu machen. "Wir haben ein Recht auf saubere Luft, und unsere Lungen stehen weder xAI noch Elon Musk zum Verkauf", erklärt Pearson.
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