KI: Oracle setzt auf maschinelles Lernen in der Cloud

Auf der Hausmesse Openworld 2017(öffnet im neuen Fenster) hat Oracle seine Pläne für maschinelles Lernen angekündigt. Das Unternehmen will laut dem Onlinemagazin Venturebeat(öffnet im neuen Fenster) eine eigene Plattform zum Erstellen von Machine-Learning-Software in der Cloud bereitstellen. Oracle stellt dafür die Hardware und notwendigen Tools zur Verfügung - den AI Cloud Platform Service.

Dabei sollen Nutzer auf gängige Programme wie Tensorflow, Keras, Jupyter Notebook und Scikit-learn zugreifen können. Für die Rechenleistung, die für komplexe Machine-Learning-Algorithmen gebraucht wird, stellt Oracle jeweils zwei Nvidia-Tesla-P100-Grafikkarten bereit. Später sollen bis zu acht GPUs unterstützt werden.
Einfaches Erstellen von Chatbots für Oracle-Dienste
Auch die Mobile Cloud wird von Oracle erweitert. Es können darauf selbstagierende Chatbots erstellt werden, die beispielsweise automatisiert mit Kunden kommunizieren können. Solche Programme können mit einer Vielzahl an etablierten Messengerdiensten interagieren, heißt es. Dazu zählen Facebook Messenger, Slack und Skype. Außerdem unterstützen sie Sprachassistenten wie etwa Amazon Alexa oder den Google Assistant.
Oracle stellt Entwicklern für die Nutzung der Mobile Cloud einen Editor nach dem What-you-see-is-what-you-get-Prinzip (Wysiwig) vor, der relativ einfach zu bedienen sein soll. Der Editor kann auf Funktionen und Produkte aus dem Oracle-Portfolio zurückgreifen.
Oracle etabliert sich in umkämpftem Markt
Eine ähnliche Plattform bietet auch das Unternehmen Salesforce an. Dessen KI-unterstützte Customer-Relation-Software ist bereits fest im Markt etabliert. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen wie Microsoft, IBM und Google, die ebenfalls KI-Applikationen für unterschiedliche Szenarien anbieten. Allen ist gemein, dass sie bereits seit langem Machine Learning für Business-Zwecke anbieten.
Oracle steigt also in einen umkämpften Markt ein - und ist sich dessen anscheinend sicher. Erst kürzlich berichtete Golem.de von Entlassungen im Hardwarebereich und von Entwicklern des Betriebssystems Solaris .



