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KI: OpenAI nennt Werbung in ChatGPT "keine Werbung"

OpenAI hat Ärger wegen "Partnervorschlägen" bei ChatGPT – Links zu Partnern wie Target, die keinen Bezug zum Inhalt der KI -Chats haben.
/ Tobias Költzsch
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OpenAI hat aktuell Ärger wegen "Partnerlinks" in ChatGPT. (Bild: VINCENT FEURAY/Hans Lucas/AFP via Getty Images)
OpenAI hat aktuell Ärger wegen "Partnerlinks" in ChatGPT. Bild: VINCENT FEURAY/Hans Lucas/AFP via Getty Images

OpenAI erlebt aktuell, wie sensibel Nutzer von ChatGPT auf Werbeanzeigen in den KI-Chats reagieren – auch wenn sich das Unternehmen alle Mühe gibt, diese nicht als Werbung zu bezeichnen. Der KI-Entwickler Benjamin De Kraker hat einen Screenshot einer Unterhaltung mit ChatGPT geteilt(öffnet im neuen Fenster) , bei der am Ende ein Werbelink zum Kaufhaus Target erschien.

Dieser Link hatte keinen Zusammenhang mit dem Inhalt des ChatGPT-Chats. De Kraker kritisierte, dass OpenAI in ChatGPT Werbung anzeigt – worauf ChatGPT-Chef Nick Turley etwas kurios antwortete(öffnet im neuen Fenster) : "Alle Screenshots, die Sie gesehen haben, sind entweder nicht echt oder keine Werbung."

"Wenn wir Werbung schalten, werden wir dabei umsichtig vorgehen. Die Menschen vertrauen ChatGPT, und alles, was wir tun, wird darauf ausgerichtet sein, dieses Vertrauen zu respektieren" , schreibt Turley.

Nutzer bezeichnen Links eindeutig als Werbung

Die Reaktionen darauf sind recht eindeutig: Die meisten Kommentatoren bezeichnen die Einblendung als Werbung und sind einigermaßen ungehalten darüber – und über Turleys Versuch, die Werbung als Nicht-Werbung zu verkaufen.

Auch der Datenanalyst Daniel McAuley erklärt(öffnet im neuen Fenster) , dass die Einblendungen keine Werbung seien, sondern "Apps von Pilot-Partnern" . Man arbeite daran, diese "Apps" organisch in die ChatGPT-Chats zu integrieren. OpenAIs Chief Research Officer Mark Chen hingegen gibt zu(öffnet im neuen Fenster) , dass die Links als Werbung aufgefasst werden können.

"Ich stimme zu, dass alles, was wie Werbung wirkt, mit Vorsicht behandelt werden muss, und wir haben hier versagt" , schreibt Chen. "Wir haben diese Art von Vorschlägen deaktiviert, um die Genauigkeit des Modells verbessern. Wir suchen auch nach besseren Kontrollmöglichkeiten, damit Nutzer diese Funktion herunterregeln oder deaktivieren können, wenn sie sie nicht hilfreich finden."


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