Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

KI-Musik: Suno soll heimlich Millionen Songs gesammelt haben

Interne Dateien sollen zeigen, wie Suno systematisch Songs und Podcasts von Plattformen wie Youtube Music, Deezer und Genius abgegriffen habe.
/ Andreas Donath
15 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Suno erstellt mit Hilfe von KI Musik. (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
Suno erstellt mit Hilfe von KI Musik. (Symbolbild) Bild: Pixabay

Interne Dateien von Suno sollen laut einem Bericht von 404 Media(öffnet im neuen Fenster) belegen, dass die KI-Musikfirma Millionen Songs und weitere Daten von Plattformen wie Youtube Music, Deezer und Genius gezogen habe. Sollten die geleakten Dateien echt sein, würden sie einen der bisher klarsten Einblicke in die kaum bekannten Trainingsmethoden des Unternehmens liefern.

Suno steht wegen mehrerer Klagen unter Druck, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, seine Systeme ohne Erlaubnis mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert zu haben. In einem Verfahren der Recording Industry Association of America soll Suno die Nutzung geschützter Songs eingeräumt haben. Das Unternehmen argumentierte dabei mit Fair Use, weil die Materialien frei im Netz verfügbar gewesen seien.

Drittfirma Bright Data involviert

Die an 404 Media weitergegebenen Dateien sollen Suno-Quellcode aus den Jahren 2023 und 2024 enthalten, dazu Anleitungen zum Scraping von Audiodateien bei Youtube Music, Deezer, Genius, Pond5, Jamendo, Freesound und dem International Music Score Library Project. Ein Teil des Codes verweist Berichten zufolge auf die Drittfirma Bright Data. Diese soll Material von Youtube abgegriffen haben, darunter A-cappella-Titel, offenbar gezielt gesucht für isolierte Gesangsaufnahmen.

Interne Aufzeichnungen sollen belegen, dass mehrere hunderttausend Stunden Material von Youtube Music sowie jeweils mehrere tausend Stunden von Deezer, Genius, IMSLP und Pond5 gezogen wurden. Der Code lässt zudem vermuten, dass Suno versuchte, über den Dienst Podcastindex rund eine Million Stunden Podcast-Audio zu sammeln.

Ein Suno-Sprecher sagte 404 Media, die Modelle des Unternehmens seien mit öffentlich zugänglichen Musikdateien und Metadaten trainiert worden. Diese Position hatte das Unternehmen bereits zuvor in Gerichtsunterlagen vertreten.


Relevante Themen