Abo
  • Services:

KI-Kandidat: Eine künstliche Intelligenz als Bürgermeister

Bei den Bürgermeisterwahlen in Tama bei Tokio tritt ein Kandidat an, der politische Entscheidungen sowie Budgetberechnungen mithilfe einer künstlichen Intelligenz durchführen will. So sollen Betrug und Interessenkonflikte verhindert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Wahlplakat des Kandidaten Matsuda Michihito
Das Wahlplakat des Kandidaten Matsuda Michihito (Bild: Matsuda Michihito)

Kurz vor den Bürgermeisterwahlen in der Stadt Tama in der Präfektur Tokio hat sich ein ungewöhnlicher Außenseiterkandidat angemeldet: Matsuda Michihito wirbt damit, als Bürgermeister eine künstliche Intelligenz (KI) die Entscheidungen treffen lassen zu wollen.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Nürnberg
  2. Sparkasse Herford, Herford

Entsprechend ist auf den Wahlplakaten keine menschliche Person zu sehen, sondern eine Art Roboter. Der Kandidat Matsuda selbst ist einem Bericht von Business Insider zufolge allerdings real, 44 Jahre alt und soll für ein großes IT-Unternehmen arbeiten.

Budget soll dank KI besser berechnet werden

Mit Hilfe der KI sollen Entscheidungen fairer und effizienter werden. So soll die künstliche Intelligenz beispielsweise Budgetberechnungen durchführen können, ohne eigene Interessen in die Entscheidung einfließen zu lassen. So soll Betrug verhindert werden.

Als Beispiel führt Matsuda im Gespräch mit Business Insider an, dass menschliche Entscheidungsträger immer etwas mehr Budget veranschlagten, da sie fehlerhafte Berechnungen antizipieren. Sollte am Ende doch noch Geld übrig bleiben, würde dieses für sinnlose Projekte verwendet, um im Folgejahr kein kleineres Budget zu bekommen. Mit einer korrekten Berechnung durch eine KI soll dieser Überschuss verhindert werden.

Auch sollen Eingaben der Einwohner von Tama schneller bearbeitet werden. Die daraus folgenden politischen Entscheidungen sollen aufgrund der im Kern indifferenten KI fairer sein als die, die ein Mensch treffen würde.

Kampagne hat offenbar prominente Unterstützer

Auf der Webseite der Kampagne werden Matsumoto Tetsuzo und Murakami Norio als Unterstützer aufgeführt. Matsumoto ist Senior Advisor bei Softbank, Murakami war bis Ende 2010 Vice President bei Google.

Die Bürgermeisterwahl in Tama findet am 15. April 2018 statt. Neben dem KI-Kandidaten stehen noch der aktuelle Amtsinhaber Abe Hiroyuki sowie Takahashi Toshihito zur Wahl. Bei der letzten Wahl lag die Beteiligung bei einem Rekordtief von nur 34,47 Prozent.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Apple.de bestellbar

demon driver 17. Apr 2018 / Themenstart

:-) Ich glaub ja nicht, dass die KI des Herrn Matsuda Michihito auf sowas wie Kommunismus...

mailüfterl 14. Apr 2018 / Themenstart

Ich würde eher befürchten, dass das Ding entscheidet, dass Schmiergeld mehr für das...

mailüfterl 14. Apr 2018 / Themenstart

als nach einer Lernmaschine.

elgooG 13. Apr 2018 / Themenstart

Post.Content=NULL

elgooG 13. Apr 2018 / Themenstart

Genau deshalb besteht der Magi-Computer in Neon Genesis Evangelion aus drei KIs mit...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen

Alexa kann komisch lachen und schlecht rappen - wie man im Video hört.

Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /