KI: Instagram testet automatische Alterserkennung per Video

Während Firmen wie Microsoft eine Alterserkennung über KI-Systeme aus ethischen Gründen einschränken, testet Instagram jetzt diese Technik.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Instragram testet eine KI-Gesichtserkennung zur Altersverifikation.
Instragram testet eine KI-Gesichtserkennung zur Altersverifikation. (Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images)

Instagram testet in den USA die automatische Alterserkennung auf Basis von Selfie-Videos. Die Nutzer werden dabei gebeten, einen Clip hochzuladen, der dann bei der Partnerfirma Yoti ausgewertet wird, wie die zum Facebook-Konzern Meta gehörende Foto- und Videoplattform am 23. Juni erläuterte.

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Danach werde das Video gelöscht. Die Software könne zwar das Alter der Nutzer schätzen, sei aber nicht darauf ausgelegt, ihre Identität zu erkennen, betonte Instagram.

Der Dienst ist nur für Nutzer im Alter ab 13 Jahren gedacht. Die Altersgrenze geht auf US-Regelungen zum Schutz von Kindern zurück und Onlineplattformen geraten stärker unter Druck, die Vorgaben einzuhalten. Bei Instagram werden für Nutzer im Alter unter 18 Jahren zudem Kontaktmöglichkeiten zu Erwachsenen und die Anzeige von Werbung eingeschränkt.

Bisher kommt es oft vor, dass auch jüngere Kinder Accounts bei Webdiensten erstellen und einfach ein falsches Geburtsdatum angeben. Wenn Nutzer versuchen, ihre Altersangabe von unter 18 auf 18 oder älter zu ändern, werden sie von Instagram gebeten, ein Ausweisdokument hochzuladen. Eine weitere Möglichkeit zur Altersverifikation soll nun auch das Selfie-Video sein. Außerdem können befreundete Nutzer im Alter von über 18 Jahren gebeten werden, das Alter zu bestätigen.

Aussagekraft schwierig zu beurteilen

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KI-Systeme zur Bilderkennung wie jenes, dass nun von Instagram genutzt werden soll, wurden in der Vergangenheit immer wieder auch wegen ihrer zahlreichen Fehler und teils diskriminierender Ausgaben kritisiert. Im Fall der Alterserkennung ist dies leicht nachvollziehbar, handelt es sich dabei doch auch bei verifizierten Altersangaben und Bildern zum Training letztlich nur um statistische Werte.

Gesichter, die diesen Werten durch tatsächliche oder auch nur durch von dem Modell erkannte Abweichungen nicht entsprechen, könnten also schnell zu falschen Aussagen in Bezug auf das Alter führen. Aus diesen und weiteren ethischen Gründen bietet etwa Microsoft eine Zuordnung des Alters über seine Gesichtserkennung künftig nicht mehr an.

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