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KI-Inferenz: Samsung investiert in nierderländischen Nvidia-Herausforderer

Die Chips des niederländischen KI-Startups Euclyd sollen einen günstigeren Betrieb von Rechenzentren ermöglichen.
/ Mike Faust
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Für Samsung ist die Investition in Euclyd auch ein Schritt gegen die Marktmacht Nvidias. (Bild: Jung Yeon-je / AFP via Getty Images)
Für Samsung ist die Investition in Euclyd auch ein Schritt gegen die Marktmacht Nvidias. Bild: Jung Yeon-je / AFP via Getty Images

Das niederländische Startup-Unternehmen Euclyd hat eine Series-A-Finanzierungsrunde mit einem Betrag in Höhe von 230 Millionen US-Dollar (etwa 200 Millionen Euro) abgeschlossen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht(öffnet im neuen Fenster), ist Samsung einer der größten Investoren, die sich an der Finanzierungsrunde beteiligt haben.

Euclyd wurde im Jahr 2024 gegründet und entwickelt ein spezielles KI-Chipsystem für die Ausführung von KI-Modellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Grafikprozessoren (GPUs) setzt Euclyd auf eine neuartige Prozessor- und Speicherarchitektur, die zwar bislang noch nicht im kommerziellen Maßstab erprobt wurde, den Energiebedarf und die Kosten von KI-Rechenzentren aber deutlich senken soll.

Samsungs Investition erfolgt vor dem Hintergrund der Marktbeherrschung von Nvidia, dessen ursprünglich für Videospiele entwickelte Grafikprozessoren derzeit den Markt für KI-Hardware dominieren. Um Alternativen zu schaffen, entwickeln auch Tech-Konzerne wie Google, AWS, Meta und OpenAI eigene KI-Prozessoren.

Physische Hardware und lizensierte Chiparchitektur

Das Geschäftsmodell von Euclyd basiert auf zwei Einnahmequellen. Einerseits verkauft das Unternehmen physische Hardware und Rack-Systeme an Unternehmenskunden für selbst gehostete KI-Inferenzanwendungen. Andererseits lizenziert Euclyd sein geistiges Eigentum an Firmen, die auf dieser Basis eigene Chips entwickeln möchten.

Über das reine Kapital hinaus profitiert Euclyd von der Partnerschaft mit Samsung als einem der weltweit größten Speicherhersteller. Samsung bringt wertvolle Expertise in den Bereichen Systemtechnik, Lieferketten und Netzwerke ein. Der Zeitplan von Euclyd sieht vor, ab 2028 physische Chipsysteme auszuliefern und bis 2030 Tausende von Unternehmenskunden zu bedienen.Fast täglich gibt es Neues aus der KI-Welt – ein neues Produkt hier, aktuelle Forschung da: Vielleicht ist es ein Durchbruch! Doch wie ist das zu bewerten? Mit dem Golem-Newsletter AI Lab Report behaltet ihr den Überblick über die wichtigsten Entwicklungen. Der Newsletter ist kostenlos, ihr könnt ihn hier abonnieren.


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