Abo
  • IT-Karriere:

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.

Ein Bericht von Tim Kröplin veröffentlicht am
Ärzte im Berliner UKB-Krankenhaus: KI kann helfen.
Ärzte im Berliner UKB-Krankenhaus: KI kann helfen. (Bild: Theo Heimann/Getty Images)

Lernfähige Systeme werden in immer mehr medizinischen Bereichen eingesetzt. Sie unterstützen Laboranten und Ärzte überall da, wo der Computer den menschlichen Fähigkeiten überlegen ist: Bei der Auswertung großer Datenmengen, dem Erkennen von Mustern, dem Abgleich vieler verschiedener Symptome. Bei Patienten ist allerdings noch einige Überzeugungsarbeit notwendig - obwohl die künstliche Intelligenz (KI) keineswegs medizinisches Personal ersetzen soll.

Inhalt:
  1. KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
  2. Mensch und Maschine ergänzen sich
  3. Patienten sind skeptisch

Ein wichtiges Einsatzgebiet für lernfähige Systeme ist die Labormedizin. Müssen zum Beispiel Laboranten ein Blutbild analysieren und dafür weiße Blutkörperchen abzählen, kann es zu Fehlern kommen. Ein Computer kann Blutproben schneller und präziser auswerten. Anschließend wird das Blutbild noch einmal von den Laboranten überprüft - so kommt es seltener zu Fehldiagnosen.

Auch bei der Analyse von Langzeit-EKGs kommen Maschinen zum Einsatz. Das hängt damit zusammen, dass gerade bei einer 24-stündigen Untersuchung eine Datenmenge zusammenkommt, deren Auswertung jede Menge Zeit in Anspruch nimmt. Damit ein Arzt nicht tagelang an diesem einzelnen Datenberg festhängt, werden Computersysteme eingesetzt. Finden diese eine Unstimmigkeit, kann sich der Mediziner diese genauer anschauen und mögliche Behandlungsschritte in Erwägung ziehen.

Hilfe bei der Frühdiagnose

Den nächsten Schritt der digitalen Medizin bilden lernfähige Systeme zur Diagnose von Krankheiten, die aufgrund von vielen unterschiedlichen Symptomen nur schwer zu erkennen sind. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat zum Beispiel Osteodetect, ein System zur Erkennung von distalen Radiusfrakturen, einem Bruch am unteren Ende der Speiche nahe am Handgelenk, oder auch eines zur Diagnose von Augenleiden, die im Zuge von Diabetes entstehen, sowie eines für Schlaganfälle zugelassen.

Stellenmarkt
  1. Rabobank International Frankfurt Branch, Frankfurt am Main
  2. AGF Videoforschung GmbH, Frankfurt am Main

Bei allen drei Fällen müssen viele Parameter geprüft werden, um eine genaue Diagnose abzugeben. Ärzte können dabei einzelne Faktoren übersehen, was zum Beispiel bei der Früherkennung von einem Schlaganfall tödlich enden kann. Hier können die intelligenten Systeme helfen, die auf eine Erkrankung spezialisiert sind.

Einige Erkrankungen zeichnen sich durch viele Symptome aus. Oftmals können Ärzte nicht alle aus dem Stand durchgehen. Deshalb werden die Maschinen nur auf eine Krankheit und ihre spezifischen Signale angelernt, zum Beispiel dem Schlaganfall. Dafür werden sie unter anderem mit Bildern aus der Kernspintomographie oder auch mit Röntgenaufnahmen gefüttert. Die Zahl variiert dabei von System zu System. Dennoch lässt sich eins festhalten: Je mehr Informationen der Computer im Voraus bekommt, desto genauer kann er die Patientendaten in realen Situationen analysieren. Die Erfolgsquote steigt, Fehlanalysen nehmen ab.

Mensch und Maschine ergänzen sich 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (PC-Spiele bis zu 85% reduziert)
  2. 37,49€
  3. 0,00€

Askaaron 09. Aug 2018

Bevor man über irgendwelches Technikspielzeug nachdenkt, bitte das Geld erstmal...

NachDenker 30. Jul 2018

Gut, dass ich genug Geld für eine Gegenprognose zur Verfügung habe!

serra.avatar 28. Jul 2018

und ich kann die garantieren ... nen Hillibilly oder eure Idocrazy ... überleben besser...

Muhaha 11. Jul 2018

Nicht beim ersten Satz stoppen, bitte das ganze Posting lesen, danke!

specialsymbol 10. Jul 2018

Zufälligerweise ist das ein Thema mit dem ich mich sehr gut auskenne. Die Abrechnung ist...


Folgen Sie uns
       


Days Gone - Fazit

In Days Gone sind wir als Rocker Deacon St. John im zerstörten Oregon unterwegs und erleben das ganz große Abenteuer.

Days Gone - Fazit Video aufrufen
Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

    •  /