KI in der Engine: Unity verspricht "buchstäblichen Gamechanger"
Das neue Modell soll vollständig in der Engine laufen. Unity setzt auf die "seismischen Auswirkungen" von KI in der Spieleentwicklung.
Unity hat eine Reihe neuer KI-Tools für seine gleichnamige 3D-Engine vorgestellt. Während Unity Muse sich mit verschiedenen Werkzeugen an Nutzer der Entwicklungsumgebung richtet, soll Unity Sentis ein KI-Modell bereitstellen, das ohne externe Cloudanbindung innerhalb der Engine funktioniert.
Unity Sentis sei "ein buchstäblicher Gamechanger", schreibt das Unternehmen in seiner Produktankündigung. Mit Sentis sollen sich KI-Modelle auf jedem Gerät ausführen lassen, auf dem auch Unity ausgeführt wird. "Es ist die erste und einzige plattformübergreifende Lösung für die Einbettung von KI-Modellen in eine Echtzeit-3D-Engine", so Unity.
Durch die Ausführung auf der Hardware des Endnutzers gebe es "keine Komplexität, Latenz oder Kosten, die mit dem Modell-Hosting in der Cloud verbunden sind." Sentis ist in einer geschlossenen Beta verfügbar.
Ebenfalls in einer geschlossenen Beta gestartet ist Muse Chat. Der Chatbot soll Programmierer dabei unterstützen, die Dokumentation von Unity zu durchsuchen, "um gut strukturierte, genaue und aktuelle Informationen von Unity zu erhalten." Dabei soll Muse auch "funktionierende Codebeispiele" liefern können.
"Wir wissen, dass KI weiterhin seismische Auswirkungen auf die Spieleindustrie haben wird. Und wir sehen eine steigende Nachfrage nach mehr KI-Tools bei unseren Entwicklern", sagte Ralph Hauwert von Unity in einer Pressemitteilung.
In einem früheren Blogpost erklärte Unitys Präsident Mark Whitten, dass man seit mehr als fünf Jahren an dieser Technologie arbeite. KI könne nicht nur bei der Entwicklung helfen, sondern auch neue Interaktionen mit Spielern ermöglichen. Als Demonstration veröffentlichte Unity einen kurzen Dialog mit einem generativen KI-Charakter – über Frisuren und den Sinn des Lebens.
Neuland ist das für Unity nicht. Schon früher hatte das Unternehmen zusammen mit IBM an KI-generierten Dialogen gearbeitet. Damals kam IBMs künstliche Intelligenz Watson zum Einsatz. 2017 fand Watson im Unity-Spiel Star Trek: Bridge Crew Anwendung, um Sprachbefehle der Spieler zu erkennen.
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