KI im Militär: Deutschland und 96 andere sind gegen autonome Kampfroboter

Human Rights Watch will KI-gesteuerte Drohnen möglichst verbieten. Derweil wollen die USA bereits 2021 autonome Kampfflugzeuge testen.

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Boeing entwickelt derzeit autonome Kampfdrohnen für die US Air Force.
Boeing entwickelt derzeit autonome Kampfdrohnen für die US Air Force. (Bild: Boeing)

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat sich deutlich gegen die Entwicklung autonomer Kriegsmaschinen ausgesprochen. In ihrem 55 Seiten langen Bericht beruft sich die Organisation zudem auf 97 Länder, die sich gegen die Entwicklung dieser sogenannten Killer-Roboter stellen. Seit Beginn der Bemühungen um die Convention on Conventional Weapons (CCW) im Jahr 2013 ist Frankreich dabei. Auch Deutschland ist seit 2014 unter diesen Ländern und vertritt eine ähnliche Ansicht.

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Es ist laut Meinung der Bundesrepublik entscheidend, bedeutende menschliche Kontrolle über die Entscheidung des Tötens zu behalten. Allerdings ist wohl bisher keine schriftliche Entscheidung dazu festgehalten worden. Die Bundeswehr hat im Juni eine Zusammenfassung einer Debatte zur Drohnenkriegsführung (PDF) veröffentlicht - ohne eindeutiges Ergebnis. Darin wird klar, dass Drohnen zur militärischen Aufklärung bereits seit Längerem im Einsatz der Luftwaffe sind. Dabei handelt es sich um von Menschen ferngesteuerte Geräte, was bei nahezu allen derzeitigen Drohnenplattformen der Fall ist.

USA will 2021 autonome Drohnen testen

Eine Nation, die aktiv an autonomen Kampfrobotern arbeitet, sind die Vereinigten Staaten. Auch diese haben sich laut Human Rights Watch zum Thema geäußert. Die Entwicklung autonomer Waffensysteme werfe wichtige rechtliche, politische und ethische Probleme auf. Derzeit entwickeln die USA einen KI-gesteuerten Kampfjet, der selbstständig feindliche Flugzeuge bekämpfen können soll. Die US Air Force will etwa im Jahr 2021 ein solches Fluggerät gegen menschliche Piloten antreten lassen. Das berichtet das US-Militärmagazin The Warzone.

Auch andere Nationen wie China, Russland, Indien und das Vereinigte Königreich bauen Drohnen, die früher oder später autonom kämpfen können sollen. Ein Beispiel ist die S-70 Okhotnik, eine russische Kampfdrohne, die etwa 6.500 kg Raketen und andere Munition tragen kann. Sie soll 2024 in Dienst gestellt werden.

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Für Human Rights Watch gilt es, gerade diese Nationen, die den größten Teil der globalen Militärausgaben stellen, zu einer Entscheidung zu bringen. Bisher sieht es allerdings nicht danach aus, dass dies auch gelingen wird.

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wire-less 13. Aug 2020

Ja. Es ist eine Illusion zu glauben das man sich Verteidigen kann ohne die geeigneten...

wire-less 13. Aug 2020

Das macht nur Sinn wenn die Anführer das eigentliche Problem sind. Meine Meinung: Wir...

Frostwind 13. Aug 2020

Stimmt. Deutschland fordert eben kein Verbot autonomer Killermaschinen.

Anonymer Nutzer 13. Aug 2020

Als zivilisierte Gesellschaft werden Kriege eben in Stadien entschieden, in denen eine...



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