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KI im Laptop: Intel Meteor Lake kommt mit KI-Beschleuniger

Computex 2023
Die für Ende des Jahres geplanten Prozessoren werden native Unterstützung für die aufkommenden KI -Anwendungen haben. Auch sonst gibt es einige Neuerungen.
/ Martin Böckmann
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Intels gerenderte Bilder zu Meteor Lake zeigen den Aufbau aus mehreren Tiles. (Bild: Intel)
Intels gerenderte Bilder zu Meteor Lake zeigen den Aufbau aus mehreren Tiles. Bild: Intel

Zur Computex 2023 hat Intel neue Details zu Meteor Lake(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Vor allem zur Movidius Visual Processing Unit (VPU) gibt es nun mehr Informationen. Die Prozessoren werden die ersten Intel-Desktop-Prozessoren sein, die aus mehreren Tiles (Chiplets) zusammengesetzt sind und sogar auf Fertigungsprozesse verschiedener Hersteller setzen. Es soll Intel 4, TSMC N5 und TSMC N6 zum Einsatz kommen.

Es deutet alles darauf hin, dass der Release in diesem Jahr überwiegend in Notebooks stattfinden wird. Ob es auch Desktop-Prozessoren geben wird, ist unklar. Bestätigt ist aber, dass es keine High-End Meteor-Lake-Prozessoren in diesem Jahr geben wird. Der Fokus liegt ohnehin auf reduzierter Leistungsaufnahme, wo die Chips mutmaßlich sehr gute Ergebnisse liefern.

Die VPU ist Teil des in TSMC 6N hergestellten SoC-Dies. Neben der VPU befinden sich darauf auch noch I/O-Interfaces, der Speichercontroller, Bildschirmcontroller und ein Teil der Spannungsversorgung für alle Chips. Teil der Architektur ist außerdem ein kohärentes Fabric, in dem alle Tiles Zugriff auf die Daten haben. Andere Hersteller wie Apple und AMD(öffnet im neuen Fenster) nutzen dieses Konzept bereits.

Softwareunterstützung und Standards sind für KI wichtig

Wichtig ist außerdem die Software. Intel betreibt großen Aufwand, um möglichst viele Entwickler für sich zu gewinnen. DirectX 12 DirectML ist ein Standard, den auch Meteor Lake unterstützen wird. Die beste Performance soll es aber mit ONNX und Openvino geben, für die Entwickler ihre Applikationen extra anpassen müssen. Einige Anwendungen nutzen außerdem verschiedene Bereiche der CPU für ihre Beschleunigung.

Es ist auch möglich, die CPU, GPU und VNU gleichzeitig zu verwenden. Einige Workloads wie das Training von KI-Modellen dürften im Regelfall auch für VNU und GPU zu groß sein. Die mehr und mehr in Windows und gängige Software wie Adobe Photoshop , Microsoft Office und IDEs integrierten Funktionen rund um Assistenz, Generative KI und Audio- und Videofunktionen bieten aber lokal bessere Latenz und sind datenschutzkonform.

Mit Intels neuer Generation bieten alle großen CPU-Hersteller noch in diesem Jahr Prozessoren mit dedizierter KI-Hardware an. Meteor Lake soll zum Jahresende erscheinen und nicht mit über 65 Watt TDP erhältlich sein. Genauere Informationen zur Verfügbarkeit und Modellpalette dürften in den nächsten Monaten folgen.


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