Abo
  • IT-Karriere:

KI: IBMs Chip soll alle Aspekte von Deep Learning berechnen

Ob Entscheidungsfindung oder Modelltraining: IBMs aktuelles Prototypenprojekt ist ein vielseitig einsetzbarer KI-Chip. Er soll zwischen verschiedenen Präzisionen umschalten können und einen hohen Datendurchsatz erzielen. Auch die kontinuierliche Auslastung soll vergleichsweise hoch sein.

Artikel veröffentlicht am ,
IBMs KI-Chip ist für Deep Learning gemacht.
IBMs KI-Chip ist für Deep Learning gemacht. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

IBM hat auf dem VLSI-Symposium 2018 auf Hawaii einen neuen Chip vorgestellt, der für Deep Learning ausgelegt ist. Das berichtet die Organisation IEEE in einem Blogeintrag. Er soll sowohl das Training von Modellen, als auch die Entscheidungsfindung während des Betriebs, genannt Inferenz, berechnen können. Außerdem kann der Chip für seine Anwendung zu 90 Prozent ausgelastet werden. Normalerweise beträgt die Auslastung von Rechenkernen von für Deep Learning genutzten Recheneinheiten laut IBM etwa 20 bis 30 Prozent aufgrund von Bandbreitenbeschränkungen beim Lesen und Schreiben.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim
  2. BWI GmbH, Berlin, München, Nürnberg, Rheinbach

Der Deep-Learning-Chip setzt bei diesem Flaschenhals an: Er soll bis zu 192 Gigabyte pro Sekunde an Transferdurchsatz ermöglichen. IBM verbaut dazu einen dedizierten Speicher auf dem Chip, ein Scratch Pad. Das soll die Latenzen zwischen Recheneinheit und gespeicherten Daten im Gegensatz zu einem herkömmlichen Cache verbessern, was bei Deep Learning von Vorteil sein kann. Das Scratch Pad leitet dabei Daten möglichst schnell weiter, ohne viel zwischenzuspeichern.

Umschalten zwischen verschiedenen Bitmodi

Um für die Zwecke des Lernens und der Inferenz genutzt werden zu können, unterstützt IBMs Chip 32, 16, 2 und 1 Bit. Dazu sagt IBM-Forscher Kailash Gopalakrishnan: "Die höchste Präzision für Trainingsvorgänge beträgt 16 Bit, das fortschrittlichste Verfahren für die Inferenz nutzt 1 oder 2 Bit". Demzufolge kann der Chip je nach Anwendungslast direkt umschalten. Bei 16-Bit-Präzision soll er dabei 1,5 Billionen Operationen pro Sekunde bewältigen. Bei 2 Bit sind es laut IBM 12 Billionen Operationen pro Sekunde. Gefertigt wird der Chip in 14 nm von Globalfoundry.

Momentan befindet sich das Projekt im Prototypenstadium, was den fehlenden Namen erklärt. IBM sagt nicht, wann der Chip marktreif werden soll. Auch, ob das Unternehmen ihn für das eigene KI-System Watson nutzen möchte, wird nicht mitgeteilt. Diese Motivation wäre aber sinnvoll.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor 689€, Corsair Glaive RGB Maus 34,99€)
  2. 14,97€
  3. 107,00€ (Bestpreis!)
  4. 419,00€

honna1612 03. Jul 2018

Wir leben in der Naturwissenschaftlichen Rationalen Welt (Erleuchtung) und das Gehirn ist...


Folgen Sie uns
       


Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


      •  /