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KI-Hardware: Inspur spürt US-Sanktionen, Intel passt Gaudi für China an

Dem zweitgrößten Server-Hersteller fehlen Komponenten, der Umsatz bricht ein. Intel will Chinas KI-Boom nicht Nvidia überlassen und passt seine Hardware an.
/ Johannes Hiltscher
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Inspurs Aktionäre sehen einer düsteren Zukunft entgegen. (Bild: Cory Doctorow, Flickr)
Inspurs Aktionäre sehen einer düsteren Zukunft entgegen. Bild: Cory Doctorow, Flickr / CC-BY-SA 2.0

Die Zahlen sind alarmierend: 30 Prozent weniger Umsatz, ein Gewinnrückgang um 60 bis 70 Prozent – mit einer Mitteilung an die Börse Shenzhen(öffnet im neuen Fenster) (Shenzhen Stock Exchange, SZSE) stimmt der chinesische Hardware-Hersteller Inspur seine Anleger auf schwere Zeiten ein (via The Register(öffnet im neuen Fenster)). Auch den Grund benennt das Unternehmen: Es fehlen GPU-Beschleuniger und "verwandte Spezial-Chips".

Gemeint sind damit mutmaßlich Prozessoren, denn seit März 2023 steht Inspur auf der sogenannten Entity List (g+) des US-Handelsministeriums (Veröffentlichung im Federal Register(öffnet im neuen Fenster), PDF). Die hier aufgeführten Unternehmen dürfen praktisch keine US-Technologie erwerben. So sollen die Modernisierungsbestrebungen der Volksarmee eingedämmt werden. Noch 2022 war der chinesische Hardware-Hersteller Inspur laut Gartner(öffnet im neuen Fenster) mit einem Marktanteil von 10,4 Prozent der weltweit zweitgrößte Anbieter von Servern – das dürfte schwer zu halten sein.

Auch Intel will vom chinesischen KI-Boom profitieren

Derweil plant ein weiteres US-Unternehmen spezielle Hardware, um weiter Geschäfte in China machen zu können: Intel kündigte eine für den chinesischen Markt angepasste Version(öffnet im neuen Fenster) seines KI-Beschleunigers Habana Gaudi 2 an.

Nvidia verkauft in China bereits die GPU-Beschleuniger A800 und H800, sie sollen die Handelsbeschränkungen der US-Regierung einhalten. Aufgrund des KI-Booms soll Nvidia davon Hunderttausende verkaufen – trotz geringerer Leistung. Diesen milliardenschweren Markt will Intel nicht kampflos der Konkurrenz überlassen.

Inspur allerdings nützt das wenig, auch wenn chinesische Medien über eine Kooperation mit Intel berichten(öffnet im neuen Fenster): Unternehmen auf der Entity List dürfen nicht einmal die beschnittene Hardware erwerben. Hier greifen dieselben strengen Beschränkungen, die etwa auch russische Unternehmen betreffen: Mehr als 25 MHz sind tabu(öffnet im neuen Fenster), ebenso Recheneinheiten mit mehr als 5 GFlops Rechenleistung oder 32 Bit Breite. Zwar könnte Intel eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um die angepasste Gaudi 2 an Inspur zu liefern. Dass diese erteilt wird, ist allerdings unwahrscheinlich.


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